
Deutschland liegt beim Kinderwohl laut Unicef-Studie im unteren Mittelfeld
Internationale Vergleichsstudie Deutschland liegt beim Kinderwohl im unteren Mittelfeld Kinder haben es hierzulande nicht leicht. Laut einer Vergleichsstudie von Unicef liegt die Bundesrepublik beim Kinderwohl unter...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Internationale Vergleichsstudie Deutschland liegt beim Kinderwohl im unteren Mittelfeld Kinder haben es hierzulande nicht leicht. Laut einer Vergleichsstudie von Unicef liegt die Bundesrepublik beim Kinderwohl unter anderem hinter Ungarn und Rumänien. »Alarmierend« sei das Abschneiden im Bereich Bildung.
10 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern In Deutschland haben Kinder ungleiche Zukunftschancen Foto: Christian Charisius / dpa Deutschland belegt in einer internationalen Vergleichsstudie zum Wohlbefinden von Kindern nur Platz 25 von insgesamt 37 bewerteten Ländern.
Die Einzelheiten
Damit liege Deutschland wie schon im vergangenen Jahr im unteren Mittelfeld und bleibe weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, teilte das Uno-Kinderhilfswerk in Köln mit. Die Studie des Unicef-Forschungsinstituts Innocenti wird seit dem Jahr 2000 regelmäßig durchgeführt und vergleicht die Situation von Kindern in den wohlhabenden Ländern der Welt. In diesem Jahr belegen die Niederlande, Dänemark und Frankreich die ersten drei Plätze.
Aber auch in einigen Ländern mit deutlich geringerer Wirtschaftskraft wachsen Kinder demnach insgesamt unter besseren Bedingungen auf, so in Rumänien (Platz 9), Ungarn (Platz 10) und der Slowakei (Platz 19). Im Durchschnitt der untersuchten Länder lebt demnach fast jedes fünfte Kind in Einkommensarmut. In Deutschland stagniere die Kinderarmutsquote seit Jahren bei hohen 15 Prozent, so Unicef.
»Alarmierend« sei Deutschlands Abschneiden im Bereich Bildung: Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen demnach die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik. Damit liege Deutschland auf Platz 34 von 41 Ländern mit vergleichbaren Bildungsdaten. Länder wie Irland, das den ersten Platz bei den Lese- und Mathematik-Kompetenzen belege, oder auch Slowenien und Südkorea zeigten, dass bessere Ergebnisse möglich seien, auch bei teils deutlich schlechterer wirtschaftlicher Ausgangslage.
Mehr zum Thema Statistisches Bundesamt: Zahl der Kindeswohlgefährdungen erreicht neuen Höchstwert Streit im parlamentarischen Betrieb: Kinderhilfswerk warnt vor Vertrauensverlust durch AfD-Vorsitz der Kinderkommission Armut in Deutschland: Grundbedürfnisse von mehr als einer Million Kindern nicht gedeckt In Deutschland sei zudem der Abstand zwischen Jugendlichen aus wirtschaftlich benachteiligten und wohlhabenden Familien besonders groß: Unter den Jugendlichen aus benachteiligten Familien erreichten nur 46 Prozent die grundlegenden Kompetenzen. In privilegierten Familien seien es dagegen 90 Prozent. Im Bereich körperlicher Gesundheit liege Deutschland mit Rang 15 von 41 im oberen Mittelfeld.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





