
Dieter Nuhr: 325 Beschwerden nach Witz über Frauenmorde im RBB
Nach Witzen über Frauenmorde RBB erhält 325 Beschwerden über Dieter Nuhr Dieter Nuhr löste mit einem Monolog über Femizide und strukturelle Gewalt Kritik aus. Beim RBB gehen Beschwerden ein, im Rundfunkrat wird...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Nach Witzen über Frauenmorde RBB erhält 325 Beschwerden über Dieter Nuhr Dieter Nuhr löste mit einem Monolog über Femizide und strukturelle Gewalt Kritik aus. Beim RBB gehen Beschwerden ein, im Rundfunkrat wird kontrovers diskutiert. Die Intendantin aber verteidigt den Kabarettisten.
36 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Kabarettist Dieter Nuhr: Provoziert Foto: Frederik Kern / ABBfoto / picture alliance Im Streit über Äußerungen des Kabarettisten Dieter Nuhr (65) über Frauenmorde und Männer hat die Spitze des für die Sendung zuständigen Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) Forderungen nach Konsequenzen zurückgewiesen.
Die Einzelheiten
»Es gehört zur Demokratie, das auszuhalten«, sagte RBB-Intendantin Ulrike Demmer in der Rundfunkratssitzung, wie die RBB-»Abendschau« und der »Tagesspiegel« berichteten. Zugleich verwies sie »für alle, denen dieses Aushalten im konkreten Fall schwerfällt«, auf nach ihrer Aussage rund 300 journalistische Beiträge des RBB, die mit Ernsthaftigkeit und Sorgfalt das Thema Morde an Frauen untersuchten. Mehr zum Thema Nuhr und sein Femizid-Witz: Einatmen, Dieter Nuhr, ausatmen!
Eine Glosse von Hannah Pilarczyk In seiner ARD-Sendung macht Dieter Nuhr Witze über ermordete Frauen. Ist er jetzt zu weit gegangen? Ein Kommentar von Arno Frank Der RBB prüfe derzeit 325 Beschwerden zu dem Thema der Sendung »Nuhr XXL« vom 18.
Juni, die als förmliche Programmbeschwerden eingestuft würden, sagte Demmer in der Sitzung. Bereits in der vergangenen Woche hatte der RBB mitgeteilt, in Satireformaten gelte es auch, die künstlerische Freiheit zu achten: »Dieter Nuhr darf grundsätzlich als Künstler vor dem Hintergrund der Kunstfreiheit auch provozierend und zugespitzt formulieren. ) Es ist das Kerngeschäft von Satire, Dinge bewusst ins Gegenteil zu verkehren.
Was Experten sagen
« Bild vergrößern Intendantin Demmer: »Kerngeschäft von Satire« Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa / picture alliance In der Rundfunkratssitzung gab es aber auch kritische Stimmen, wie in der RBB-»Abendschau« zu sehen war. So warfen zwei Mitglieder Nuhr vor, er sei zu weit gegangen, er betreibe »Täter-Opfer-Umkehr« und der Witz sei eine »Grenzüberschreitung«. Äußerungen über Frauenmorde lösten Kritik ausNuhr hatte in der Sendung Pauschalurteile über Männer und Frauen thematisiert, die aus seiner Sicht durch wissenschaftliche Fachbegriffe wie »strukturell« aufgewertet würden.
Es ging um den Vorwurf, Männer übten strukturell Gewalt aus. Er sagte: »Es gibt etwa 300 bis 350 Frauenmorde jedes Jahr, und bitte, natürlich sind das 300 bis 350 zu viel, das ist doch keine Frage. Aber es gibt in Deutschland zig Millionen Männer.
Die Wahrscheinlichkeit, in einer Beziehung auf einen Frauenmörder zu treffen, ist praktisch null.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





