
DLRG-Bilanz: Im Juni ertranken in Deutschland mindestens 99 Menschen
Bilanz der Wasserretter Im Juni ertranken so viele Menschen wie seit 2003 nicht mehr Sommer, Sonne, Hitzewelle – und so viele Badetote wie selten. Im Juni sind in Deutschland mindestens 99 Menschen ertrunken. Bei den...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bilanz der Wasserretter Im Juni ertranken so viele Menschen wie seit 2003 nicht mehr Sommer, Sonne, Hitzewelle – und so viele Badetote wie selten. Im Juni sind in Deutschland mindestens 99 Menschen ertrunken. Bei den Badeunfällen gibt es laut DLRG typische Muster.
57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Einsatzübung des DLRG mit Puppe (Juni 2026) Foto: Helmut Fricke / dpa Im vergangenen Monat mit seiner extremen Hitzewelle sind bundesweit so viele Menschen ertrunken wie seit über 20 Jahren in keinem Juni mehr.
Die Einzelheiten
Mindestens 99 Menschen ertranken in dem Monat, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Zuletzt wurden im Hitzesommer 2003 mehr Badetote im Juni gezählt – damals ertranken 107 Menschen. Sorge bei weiteren Hitzewellen»Der tragische Start in die Badesaison gibt Anlass zur Sorge, dass bei weiteren Hitzewellen im Hochsommer erneut viele Menschen ihr Leben im Wasser verlieren könnten«, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt.
Die DLRG ist nach eigenen Angaben die größte Wasserrettungsorganisation der Welt – mit knapp 630. Die Lebensretter riefen zum Beginn der Sommerferien in mehreren Bundesländern dazu auf, Gefahren am Wasser nicht zu unterschätzen. Die Warnung betrifft vor allem Männer: »Über 90 Prozent der Todesopfer im Juni waren männlich; unter den jungen Leuten sogar alle«, sagte Vogt.
»Wir appellieren deshalb besonders an Jungen und Männer, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten. « Sie betonte: »Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen – aber das Leben zu verlieren. « 2025 waren vier von fünf Ertrunkenen laut DLRG männlich.
Was Experten sagen
Viele Opfer sind jungDie meisten Opfer im Juni waren jung – 40 von ihnen waren nicht älter als 30 Jahre. Immerhin 35 Verunglückte bekannten Alters waren über 50 Jahre alt. Die meisten tödlichen Unglücke ereigneten sich im Juni in Seen und Flüssen – in Schwimmbädern, in Kanälen und im Meer starben weniger Menschen.
Wie es zu den tödlichen Unfällen kam? Die Auswertung im Juni zeige bekannte Muster, befanden die DLRG-Retter: Viele Menschen unterschätzen demnach Gefahren, vor allem die Strömung und den Temperaturunterschied beim Sprung ins Wasser. Dazu kommt, dass viele Menschen schlechte Schwimmer seien, außerdem sorgten Selbstüberschätzung, Sprünge in zu flache und trübe Gewässer sowie medizinische Notfälle für Gefahr.
Mehr zum Thema Schwimmen und Baden in natürlichen Gewässern: Diese Risiken lauern in Seen, Flüssen und im MeerVon Niklas Marienhagen und Alina Schadwinkel 6 Min Zur Merkliste hinzufügen 6 Min Zur Merkliste hinzufügen Gut zu wissen: Darf man mit vollem Magen wirklich nicht schwimmen?
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





