
"Druschba"-Pipeline: Was der Öl-Stopp für Deutschland bedeutet
Schwedt und "Druschba" Was der Öl-Stopp für Deutschland bedeutet Stand: 01.05.2026 • 12:26 Uhr Russland will von heute an kein Öl aus Kasachstan durch die Pipeline "Druschba" leiten. Die Raffinerie in Schwedt versorgt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schwedt und "Druschba" Was der Öl-Stopp für Deutschland bedeutet Stand: 01. 2026 • 12:26 Uhr Russland will von heute an kein Öl aus Kasachstan durch die Pipeline "Druschba" leiten. Die Raffinerie in Schwedt versorgt Berlin und den Nordosten Deutschlands mit Diesel, Benzin, Kerosin und Heizöl - und braucht nun Ersatz.
Von Andre Kartschall , rbb Der Ölmangel kommt mit leichter Verspätung. Auch wenn von heute an kein kasachisches Öl mehr durch den russischen Teil der Pipeline "Druschba" ("Freundschaft") fließen darf, wird sich das erst nach einiger Zeit bemerkbar machen. Zunächst dauert es noch ein paar Tage bis die letzten Tropfen in Schwedt ankommen - einfach weil der Transport durch Belarus und Polen noch Zeit in Anspruch nimmt.
Die Einzelheiten
Einen sofortigen Engpass wird es also nicht geben. Zudem hat die PCK-Raffinerie noch Lagerbestände vorrätig und es werden Lieferungen über eine Pipeline vom Hafen Rostock erwartet. Betriebsrat Danny Ruthenburg geht daher davon aus, "dass der Mai noch eine Auslastung von 85 bis 90 Prozent hat".
2026 Rohöl aus Kasachstan Russland stoppt Öl-Transit nach Deutschland Bereits ab der kommenden Woche soll Deutschland kein kasachisches Öl mehr erhalten. mehr Ab Juni wird es ernst Danach werde die Lage ernster. "Spätestens Anfang Juni müssen wir den Betrieb drosseln", sagt Ruthenburg.
"Wir sprechen dann nur noch von 65 bis 70 Prozent Auslastung. " Mehr Rohöl könne über die Pipeline aus Rostock schlicht nicht zur Raffinerie gepumpt werden - eine Kapazitätsfrage. Dann beginnen die echten Probleme, denn "erst ab einer Auslastung von etwa 80 Prozent arbeitet der Standort wirtschaftlich", sagt Ruthenburg.
Was Experten sagen
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs äußert sich die PCK-Geschäftsführung nur selten zu wirtschaftlichen Fragen. Die Eigentümerstruktur ist komplex. Die Mehrheit der Anteile am PCK gehört Rosneft Deutschland, einer Tochter des russischen Staatskonzerns.
Der Ableger steht seit 2022 unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur. Rosneft Deutschland gab bekannt, man prüfe, wie Ersatzlieferungen sichergestellt werden können. Herunterfahren der Produktion?
Betriebsrat Danny Ruthenburg hat inzwischen zahlreiche Interviews gegeben. Längst äußert er sich nicht nur zu Tarifverträgen und dergleichen, sondern auch zur wirtschaftlichen Lage der PCK-Raffinerie. Er kennt das Szenario, das der Raffinerie droht, wenn es nicht gelingt, die Auslastung auf mehr als 70 Prozent zu steigern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





