
Ebola-Ausbruch: WHO: Virus womöglich schon seit Monaten im Umlauf
Ebola-Ausbruch : WHO: Virus womöglich schon seit Monaten im Umlauf Von Claudia Bröll, Kapstadt 20.05.2026, 14:56Lesezeit: 3 Min. Menschen waschen sich am Eingang eines Krankenhauses in Bunia, Kongo, die Hände.dpaIn...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ebola-Ausbruch : WHO: Virus womöglich schon seit Monaten im Umlauf Von Claudia Bröll, Kapstadt 20. 2026, 14:56Lesezeit: 3 Min. Menschen waschen sich am Eingang eines Krankenhauses in Bunia, Kongo, die Hände.
dpaIn Kongo werden Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel knapp. Schon 139 Menschen sollen an der seltenen Ebola-Variante Bundibugyo gestorben sein, gegen die es bis jetzt weder Impfstoffe noch Medikamente gibt. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Hände waschen, Maske tragen, Händeschütteln vermeiden“: Seit Montag laufen in den Radiosendern in Ostkongo Aufklärungskampagnen über den jüngsten Ausbruch des Ebola-Virus.
Die Einzelheiten
Wie lokale Medien berichten, wurden vielerorts in Schulen, auf Märkten und in Geschäften Handwaschstationen aufgestellt. Passanten, aber auch Motorradkuriere seien mit Gesichtsmasken zu sehen. Das Virus verbreitet sich nicht über die Luft, sondern über engen Körperkontakt.
Preise für Desinfektionsmittel schießen in die HöheAllerdings müssten viele Bewohner improvisieren, hieß es in einem Bericht des Senders Radio Okapi. Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel seien knapp, die Preise seien in die Höhe geschossen, sodass sich viele Familien selbst einfache Schutzausrüstungen nicht leisten könnten. Humanitäre Organisationen sind besonders besorgt über die Ausbreitung des Virus in den Vertriebenenlagern um die Stadt Bunia, dem Zentrum des Ausbruchs, in denen Zehntausende Menschen untergebracht sind.
Auf eine prekäre Lage lassen auch die Berichte über die Zustände in dem dortigen, völlig überbelegten Gefängnis schließen. Die kongolesische Regierung in Kinshasa hatte am Freitag den Ausbruch von Ebola offiziell bestätigt. Seitdem steigen die täglich gemeldeten Infektionszahlen rasant.
Was Experten sagen
Zuletzt meldete die WHO 51 bestätigte Infektionen, fast 600 Verdachtsfälle und 139 vermutete Todesfälle. In Uganda wurden zwei Verdachtsfälle bestätigt, es handelt sich um Reisende aus Kongo. Die Lage ist besonders schwierig, weil es sich um eine seltene Variante mit dem Namen Bundibugyo handelt, gegen die es derzeit keine Impfstoffe und Medikamente gibt.
Impfstoffe gesuchtDie internationalen Bemühungen, den Ebola-Ausbruch einzudämmen, laufen derweil auf Hochtouren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte am Mittwoch mit, es gebe zwei Kandidaten für einen Impfstoff gegen die Variante, die aber noch nicht klinisch getestet wurden. Zudem liefen Untersuchungen, wann und wo der Ausbruch begonnen hat.
Das Virus könne schon seit mehreren Monaten im Umlauf sein. WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus wies in dem Zusammenhang Kritik zurück, die Organisation habe nicht schnell genug reagiert. Die WHO ersetze nicht die Arbeit der nationalen Gesundheitsbehörden, sondern unterstütze diese.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





