
Eichstätt: Bewährungsstrafen im Prozess im Finanzskandal
Spekulative Investitionen des Bistums Prozess um Eichstätter Finanzskandal endet mit Bewährungsstrafen 60 Millionen Dollar hat die Diözese Eichstätt in spekulative Immobiliendeals gesteckt, ein großer Teil des Geldes...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Spekulative Investitionen des Bistums Prozess um Eichstätter Finanzskandal endet mit Bewährungsstrafen 60 Millionen Dollar hat die Diözese Eichstätt in spekulative Immobiliendeals gesteckt, ein großer Teil des Geldes ist weg. Zwei Männer mussten sich nun wegen Bestechlichkeit verantworten – und kamen mit milden Strafen davon. 05 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Prozess am Landgericht München II (Bild vom 17. März) Foto: Malin Wunderlich / dpa Der Eichstätter Finanzprozess ist mit Bewährungsstrafen für die beiden Angeklagten zu Ende gegangen.
Die Einzelheiten
Das Landgericht München II verurteilte den ehemaligen stellvertretenden Finanzdirektor des Bistums wegen Bestechlichkeit zu einem Jahr und vier Monaten Haft auf Bewährung. Hinzu kam, dass er angenommenes Schmiergeld nicht versteuert hatte. Ein in den USA tätiger Immobilienentwickler aus Deutschland erhielt ein Jahr und zwei Monate.
Ihm wurde Bestechung sowie Untreue in einem anderen Zusammenhang zur Last gelegt. Die Bewährungszeit beträgt für beide zwei Jahre nach Rechtskraft des Urteils. Der Richter begründete das milde Strafmaß mit der Kooperationsbereitschaft der beiden.
Sie hatten einem jeweils individuellen Verständigungsvorschlag zugestimmt. Im Mittelpunkt des komplexen Verfahrens standen spekulative Immobilieninvestitionen des Bistums in den USA in Höhe von rund 60 Millionen US-Dollar (aktuell etwa 52,6 Millionen Euro), die nicht wie geplant zurückgeflossen waren (mehr darüber können Sie hier lesen). 36 Millionen Dollar wieder da»Das gesamte Geld schien zwischenzeitlich völlig weg«, schilderte der Vorsitzende Richter.
Was Experten sagen
Doch im Zuge des aufwendigen Prozesses habe sich gezeigt, dass einiges »doch nicht ganz so schlimm« gewesen sei wie es sich zwischenzeitlich dargestellt habe. Von den offenen Forderungen sind der Nachrichtenagentur KNA zufolge nach einem abschließenden Vergleich 36 Millionen US-Dollar ans Bistum zurückgeflossen. Mehr zum Thema Finanzskandal um Kirchenvermögen: Die wundersame Geldvernichtung des Bistums Eichstätt Von Rafael Buschmann, Guido Mingels, Nicola Naber und Sara Wess Erschöpfter Hirte: Eichstätter Bischof Hanke tritt zurück Gleichwohl wurden die beiden Angeklagten dafür belangt, dass sie unter gezielter Ausnutzung der strukturellen Defizite im Bistum und der mangelnden Fachkompetenz der dortigen Verantwortlichen Provisionszahlungen im Zusammenhang mit den Immobilieninvestments unter sich aufteilten.
Der Immobilienentwickler wurde zudem wegen Untreue im Zusammenhang mit unzulässigen Investitionen für zwei norddeutsche Stiftungen verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, geht aber auf eine Verständigung der Prozessparteien zurück, sodass nicht mit einer Revision zu rechnen ist.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





