
Elektroauto-Reichweite: Stromer fahren mit derselben Energiemenge mehr als dreimal so weit wie Verbrenner
Daten des Statistisches Bundesamtes E-Autos fahren mit derselben Energiemenge mehr als dreimal so weit wie Verbrenner Wer mit Strom statt Sprit fährt, benötigt deutlich weniger Energie – deshalb schaffen E-Autos mit...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Daten des Statistisches Bundesamtes E-Autos fahren mit derselben Energiemenge mehr als dreimal so weit wie Verbrenner Wer mit Strom statt Sprit fährt, benötigt deutlich weniger Energie – deshalb schaffen E-Autos mit einer Kilowattstunde mehr Kilometer als Benziner oder Diesel. Die Erklärung für das Phänomen findet sich unter der Motorhaube. 32 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Elektroauto an Ladestation in Berlin Foto: Karl Heinz Spremberg / CHROMORANGE / picture alliance Elektroautos haben bei gleicher Energiezufuhr im Schnitt eine mehr als dreimal so hohe Reichweite wie Verbrenner. Wie Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, kamen Privatfahrzeuge im Elektrobetrieb im Jahr 2024 mit einer Kilowattstunde Energie in Form von Strom rund 4,5 Kilometer weit.
Die Einzelheiten
Autos, die mit Benzin, Diesel oder Gas fuhren, schafften mit derselben Energiemenge – enthalten im Kraftstoff – dagegen nur 1,4 Kilometer. Der Effizienzvorteil der E-Mobilität kommt unter anderem daher, dass ein Elektromotor einen höheren Anteil der zugeführten Energie in Bewegung umsetzt als ein Verbrennungsmotor. Bei diesem verpufft mehr Energie in Form von Wärme.
Diesel liegt vornDie Daten decken sich in etwa mit einer früheren Einschätzung des Bundesumweltministeriums. Der Behörde zufolge ist ein Elektroauto etwa dreimal so effizient wie ein Wagen mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor. Bezieht man die Herstellung der Elektrizität mit ein, schmälert das den Vorsprung des E-Autos: Ein gutes Drittel des Stroms im deutschen Gesamtmix wird noch aus Kohle und Gas gewonnen.
Bei der Erzeugung in Kraftwerken kommt es ebenfalls zu Energieverlusten. Ihr volles Energiesparpotenzial schöpfen E-Autos erst aus, wenn sie vollständig mit Ökostrom geladen werden. Insgesamt war der Straßenverkehr im Jahr 2024 den Daten zufolge für gut ein Fünftel des deutschen Energieverbrauchs und für einen ähnlichen Anteil, gut 21 Prozent, der CO₂-Emissionen verantwortlich.
Was Experten sagen
Der gesamte Verkehr verbrauchte rund 593 Terawattstunden an Energie und produzierte CO₂-Emissionen in Höhe von 155 Millionen Tonnen. Von 2010 bis 2019 war der Energieverbrauch um 6,7 Prozent gestiegen, seit 2021 stagniert er weitgehend. Auch der Verbrauch an fossilen Energien war im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend konstant.
Bei den Antriebsarten dominieren laut den Statistikern weiterhin fossile Energien. Diesel kam einschließlich Biodiesel-Beimischung auf 60,8 Prozent des Verbrauchs, Benzin und Bioethanol auf 37,2 Prozent. Strom und Gaskraftstoffe machten jeweils 1,0 Prozent aus.
Wegen der besseren Effizienz von E-Motoren genügte der verbrauchte Strom aber, um etwa 3,7 Prozent der Fahrleistung abzudecken, gewerbliche Fahrzeuge einbezogen. Insgesamt fuhren Autos in Deutschland 696 Milliarden Kilometer.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





