
EnBW über Energiewende: „Die Situation im Offshore-Bereich hat sich dramatisch verschlechtert“
EnBW über Energiewende : „Die Situation im Offshore-Bereich hat sich dramatisch verschlechtert“ Von Hanna Decker , Bernd Freytag , Benjamin Wagener 08.07.2026, 07:14Lesezeit: 7 Min. EnBW betreibt unter anderem den...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. EnBW über Energiewende : „Die Situation im Offshore-Bereich hat sich dramatisch verschlechtert“ Von Hanna Decker , Bernd Freytag , Benjamin Wagener 08. 2026, 07:14Lesezeit: 7 Min. EnBW betreibt unter anderem den Windpark „Baltic II“ in der Ostsee.
dpaGeorg Stamatelopoulos ist Vorstandsvorsitzender des Energieversorgers EnBW. Im Interview verteidigt er die Förderkürzungen für erneuerbare Energien und fordert weniger Windräder in Nord- und Ostsee als bislang geplant. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Stamatelopoulos, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Förderung erneuerbarer Energien kürzen und neue Gaskraftwerke bauen lassen.
Die Einzelheiten
Teilen Sie den Eindruck vieler Kritiker, sie wolle die Energiewende zurückdrehen? Die Bundesregierung geht Dinge an, die seit langer Zeit geregelt werden müssen. Die Energiewende ist ein Langzeitprojekt, und das, was vor 20 Jahren richtig war, muss nicht unbedingt jetzt auch noch richtig sein.
Aber sie verkauft die Änderungen mitunter kommunikativ schlecht. Betreiber von neuen Wind- und Solarparks sollen künftig zehn Jahre lang auf Entschädigung verzichten, wenn sie abgeregelt werden – ansonsten darf ihnen der Netzbetreiber den Anschluss verweigern. Ist das eine gute Idee?
Es macht in der Tat keinen Sinn, bereits verstopfte Netzknoten mit noch mehr Erneuerbaren zu belasten. Wir als EnBW können sehr gut einschätzen, was das bedeutet, weil wir als integriertes Unternehmen Erzeugung und Netz unter einem Dach bündeln. Wir sind aktuell in einer Phase der Energiewende, in der die Geschwindigkeiten einfach nicht zusammenpassen: Beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind wir gut im Plan.
Was Experten sagen
Die Entwicklung der Netze hat aber mit der Erzeugung nicht Schritt gehalten. Deshalb begrüßen wir Initiativen wie das Netzanschlusspaket, auch wenn wir den geplanten Redispatchvorbehalt für falsch halten und als Netzsteuerungswerkzeug eindeutig ablehnen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Warum? Derzeit werden Erzeuger von erneuerbaren Energien auch dann vergütet, wenn ihre Anlagen heruntergeregelt werden müssen, weil die Netze überlastet sind. Das will die Bundesregierung jetzt so einschränken, dass ein Erzeuger zehn Jahre lang seine gesamte Entschädigung verliert, wenn in einem Jahr drei Prozent der Leistung heruntergeregelt werden müssen.
Damit wäre der Ausbau der Erneuerbaren erheblich gefährdet. Keine Bank finanziert Ihnen das. Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Georg StamatelopoulosdpaReiche hat ja schon Gesprächsbereitschaft signalisiert.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




