
Endlich kommt die Reform: Wird die Rente jetzt sicher?
Endlich kommt die Reform : Wird die Rente jetzt sicher? Von Patrick Bernau , Ralph Bollmann 27.06.2026, 20:46Lesezeit: 7 Min. Glückliche Großmutter: Den Enkel erwartet womöglich eine Nettorente von 70 Prozent.Picture...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Endlich kommt die Reform : Wird die Rente jetzt sicher? Von Patrick Bernau , Ralph Bollmann 27. 2026, 20:46Lesezeit: 7 Min.
Glückliche Großmutter: Den Enkel erwartet womöglich eine Nettorente von 70 Prozent. Picture AllianceDie Vorschläge der Kommission finden überraschend viele Freunde. Das größte Risiko für die Rente ist jetzt, dass sie zu sicher wird.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wird die Rente jetzt tatsächlich wieder sicher? Der Vorschlag, auf den sich die Rentenkommission der Bundesregierung in der vergangenen Woche geeinigt hat, ist auf überraschend viel Zustimmung gestoßen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Sozialministerin Bärbel Bas sagten, sie wollten die Vorschläge vollständig umsetzen.
Und selbst viele Experten loben den Kompromiss. Der Altersvorsorge-Experte Axel Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut in München kritisiert zwar, dass für das Rentenniveau nach wie vor eine Haltelinie vorgesehen ist, unter die es nicht fallen soll. Aber Lars Feld, der einst Chef der Wirtschaftsweisen und dann persönlicher Berater von Christian Lindner in dessen Rolle als Finanzminister war, lobt das Paket: „Das Reformpaket löst die drängendsten Probleme.
“ „Ich komme mir fast vor wie das WM-Team 2006“, sagt Kommissionsmitglied Peter Bofinger. Die große Zustimmung hat die Kommission auch erreicht, indem sie die Zumutungen austariert auf beide Seiten verteilt hat, mit denen sie besetzt war. Für die CDU war Renten-Rebell Pascal Reddig dabei, für die SPD die Parteilinke Annika Klose.
Was Experten sagen
Geleitet haben die Kommission zwei politisch nicht unerfahrene Experten, die Vorsitzende des Sozialbeirats, Constanze Janda, und der ehemalige Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, der dort schon die Verwaltung der Arbeitslosen neu organisiert hatte. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Die SPD muss damit leben, dass die Menschen doch später in Rente gehen sollen.
Wenn die Deutschen drei Jahre länger leben, sollen sie zwei davon arbeiten und eines in der Rente genießen. Praktisch heißt das: Von 2041 an sollen die Deutschen noch ein halbes Jahr später in Rente gehen, also mit 67 Jahren und sechs Monaten, und dann wird es – je nach Entwicklung der Lebenserwartung – wohl alle zehn Jahre noch ein halbes Jahr später. Im Jahr 2051 wäre man bei 68 Jahren, in den Neunzigerjahren käme man bei der Rente mit 70 an.
Das würde dann für die Kinder gelten, die jetzt gerade im Kindergarten sind. Zumutungen für die SPDNoch weiter geht die Kommission, indem sie Frühverrentungen abschaffen will. Nicht nur die abschlagsfreie „Rente mit 63“ will sie streichen, die 2014 eingeführt wurde und die inzwischen eigentlich eine Rente mit 64 Jahren und acht Monaten ist und sich damit der „Rente mit 65“ annähert, die Franz Müntefering von Anfang an als Bestandteil der Rente mit 67 eingeführt hatte: Wer mindestens 45 Jahre eingezahlt hat, darf abschlagsfrei früher in Rente gehen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





