
Erdbebengefahr in Kalifornien: Vorzeichen einer Katastrophe?
Erdbebengefahr in Kalifornien : Vorzeichen einer Katastrophe? Von Horst Rademacher 17.07.2026, 08:40Lesezeit: 3 Min. Erdbebenhotspot in Südkalifornien: Der vielbefahrene Cajon Pass Richtung Los AngelesAFPIm Raum Los...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Erdbebengefahr in Kalifornien : Vorzeichen einer Katastrophe? Von Horst Rademacher 17. 2026, 08:40Lesezeit: 3 Min.
Erdbebenhotspot in Südkalifornien: Der vielbefahrene Cajon Pass Richtung Los AngelesAFPIm Raum Los Angeles gibt es Hinweise, dass ein schweres Erdbeben bevorsteht. Tektonische Spannungen entlang der San-Andreas-Verwerfung nehmen zu. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wer in Kalifornien von Norden kommend mit dem Auto nach Los Angeles fährt, muss unweigerlich Gebirgszüge überqueren.
Die Einzelheiten
Der Highway in die „Stadt der Engel“ führt in den Tehachapi-Bergen über den 1200 Meter hohen Tejon Pass. Wer von Las Vegas aus dem Osten kommt, fährt in der Mojavewüste über den in etwa gleich hohen Cajon Pass. Kaum einer der unzähligen Autofahrer, die täglich diese beiden Pässe passieren, merkt, dass sich unter ihnen die wichtigsten und wahrscheinlich auch die gefährlichsten Erdbebenknotenpunkte in Südkalifornien verbergen.
Während am Tejon Pass die San-Andreas- und die Garlock-Verwerfung aufeinandertreffen, stoßen am Cajon Pass 150 Kilometer weiter südöstlich die San-Andreas- und die aktive San-Jacinto-Verwerfung zusammen. Eine schweizerisch-amerikanische Forschergruppe hat nun die Erdbebengeschichte Südkaliforniens entlang der Bruchzonen modelliert und festgestellt, dass sich die tektonischen Spannungen entlang dieser beiden Knotenpunkte in den vergangenen Jahrhunderten kontinuierlich aufgebaut haben. Ein Zeichen, dass es dort in absehbarer Zeit zu einem schweren Erdbeben kommen könnte.
Die Geologie entlang der Westküste der Vereinigten Staaten wird von der Bewegung zweier Erdkrustenplatten dominiert. Dort gleiten nämlich die Pazifische Platte und die Nordamerikanische Platte aneinander vorbei und verhaken sich. Relativ zu Nordamerika bewegt sich der Pazifik um etwa fünf Zentimeter pro Jahr in Richtung Nordnordwesten.
Was Experten sagen
Obwohl gemeinhin argumentiert wird, dass die San-Andreas-Verwerfung die Grenze zwischen den beiden Platten markiert, gibt es keine scharfe Bruchlinie. Vielmehr verteilt sich die Relativbewegung beider Platten auf eine zum Teil Dutzende von Kilometern breite Zone, in der das Gestein brechen kann. So spaltet sich die San-Andreas-Verwerfung in dem Gebiet von San Francisco in mindestens drei parallel zueinander verlaufende Bruchzonen, die jeweils ihre eigenen Erdbebenherde bilden können.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Bergpässe sind seismische KnotenAuch im Großraum Los Angeles gibt es keine scharfe Plattengrenze, sondern eine breite Bruchzone mit vielen einzelnen Verwerfungen. So macht die San- Andreas-Verwerfung einen weiten Bogen um das Los-Angeles-Becken und verläuft weiter in nordöstlicher Richtung.
Die zahlreichen Erdbeben in diesem Gebiet treten deshalb häufig an Nebenverwerfungen auf. Diese sind aber tektonisch nicht weniger gefährlich als die San-Andreas-Verwerfung. Das gilt im Besonderen für den seismischen Knoten am Cajon Pass.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



