
»Es gibt Menschen, die dürften sich häufiger schämen«
Foto: Pupa Neumann / plainpicture Wie Gefühle uns durchs Leben leiten »Es gibt Menschen, die dürften sich häufiger schämen« Sollten Eltern zum Weinen ins Schlafzimmer gehen? Wie lange darf ich einer Beziehung...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Foto: Pupa Neumann / plainpicture Wie Gefühle uns durchs Leben leiten »Es gibt Menschen, die dürften sich häufiger schämen« Sollten Eltern zum Weinen ins Schlafzimmer gehen? Wie lange darf ich einer Beziehung hinterhertrauern? Die Psychotherapeutin Maren Lammers gibt Tipps, wie wir auch mit schmerzhaften Gefühlen gut umgehen können.
Ein Interview von Marianne Wellershoff 23. 24 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (21 Minuten) 21 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen SPIEGEL: Frau Lammers, es heißt, Angst sei ein schlechter Ratgeber. Lammers: Das kommt auf die Situation an. Ist die Angst sehr stark, ist sie der einzige Ratgeber in diesem Moment – und ist die Angst angemessen?
Steht der Mensch einem Raubtier gegenüber, dann ist Angst überlebenswichtig. Sie motiviert uns zu einer schnellen Entscheidung: Stelle ich mich tot, soll ich kämpfen oder renne ich davon? Wenn sie hingegen sehr stark und nicht angemessen ist, dann nimmt sie uns Lebenschancen.
SPIEGEL: Wer vor einem wilden Tier steht, könnte auch durch Nachdenken zu dem Schluss kommen, dass schnelles Handeln sinnvoll ist. Warum also brauchen wir Gefühle? Lammers: Wir unterscheiden drei motivationale Systeme des Menschen.
Was Experten sagen
Das erste sind unsere biologischen Triebe: Hunger, Durst, Sexualität. Das zweite ist physischer Schmerz – liegt die Hand auf der heißen Herdplatte, bin ich höchst motiviert, sie wegzuziehen. Und das dritte motivationale System sind unsere Emotionen.
Angenehme Emotionen führen dazu, dass wir Handlungen ausführen, die uns die Emotion wiedererleben lassen. Zum Beispiel: Sie haben keine Lust, ins Sportstudio zu gehen. Dann stellen Sie sich vor, wie gut Sie sich nach dem Training fühlen werden – und motivieren sich damit loszugehen.
SPIEGEL: Gefühle sind demnach eine Art Wegweiser. Wir brauchen Gefühle, um für unsere Bedürfnisse sorgen zu können, um uns leiten zu lassen von dem, was uns guttut. SPIEGEL: Wie hängen Bedürfnisse mit Emotionen zusammen?
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





