
Essstörungen: Wie man mit Kindern über Essen sprechen sollte
Essstörungen : Wie man mit Kindern über Essen sprechen sollte Von Stella Marie Hombach 17.05.2026, 08:01Lesezeit: 7 Min. Ab dem Alter von vier bis fünf Jahren reagieren Kinder empfindsam auf...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Essstörungen : Wie man mit Kindern über Essen sprechen sollte Von Stella Marie Hombach 17. 2026, 08:01Lesezeit: 7 Min. Ab dem Alter von vier bis fünf Jahren reagieren Kinder empfindsam auf Bewertungen.
epd„Bohnenstange“ oder „Raupe Nimmersatt“? Auch neckisch gemeinte Kommentare können das Körperbild negativ beeinflussen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wow, die kann aber essen.
Die Einzelheiten
“ „Bist ein richtiger kleiner Vielfraß. “ – oder: „Isst ja mehr als ich, der Kleine. “ Zum Essverhalten von Kindern hat jeder was zu sagen: Eltern, Großeltern, Freundinnen und Freunde, Bekannte.
Neben dem liebevollen Staunen darüber, wie viel ein Kind verdrücken kann, gesellt sich mitunter die Sorge, ob dieser Appetit normal ist, ob das Kind sich ausgewogen genug ernährt – oder später dick wird. Kinder, die eher kleinere Portionen essen oder sehr wählerisch sind, hören mitunter, dass sie „mäkelig“ oder „pingelig“ sind. Schlimmstenfalls wird ein Kind als „Hungerhaken“ oder „Bohnenstange“ bezeichnet.
Doch was machen solche Kommentare mit Kindern – und wie prägen sie langfristig das Verhältnis zum eigenen Körper und zum Essen? Wann werden harmlose Bemerkungen problematisch? „Kinder haben sehr feine Antennen und nehmen mehr wahr, als vielen Erwachsenen bewusst ist“, sagt Ursula Völker, Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).
Was Experten sagen
Besonders wichtig ist ihnen, was Eltern und andere enge Bezugspersonen sagen. Von ihnen sind Kinder abhängig, über ihre Rückmeldungen bauen sie sich Stück für Stück ihre Welt auf – durch die Interaktionen mit ihnen formen sie ihr inneres Erleben. Mit zunehmendem Alter empfindsamer für BewertungenWie genau Worte oder ein Spruch wie „Du kleine Raupe Nimmersatt“ bei einem Kind ankommen, hängt stark von seinem Alter und seiner Entwicklung ab.
In den ersten Lebensmonaten haben Babys noch kein konkretes Verständnis von Worten. Dieses entwickelt sich erst mit etwa acht Monaten, bleibt anfangs aber noch untrennbar an konkrete Gegenstände aus ihrem Lebensumfeld gebunden. Der Begriff „Suppenkasper“ hat für sie keine Bedeutung.
Zwischen ein und zwei Jahren beginnen die meisten Kinder, sich im Spiegel zu erkennen. „Gleichzeitig entwickeln sie die Fähigkeit, sich in die Gedanken, Gefühle und Absichten ihres Gegenübers hineinzuversetzen und diese zu berücksichtigen“, sagt Völker. Ab dem vierten bis fünften Lebensjahr ist sie bei den meisten Kindern dann schon gut ausgeprägt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





