
Expertenrat für Klimafragen: Deutschland könnte Klimaziele deutlich verfehlen
Neues Gutachten Deutschland könnte Klimaziele laut Experten deutlich verfehlen Die Bundesregierung tue zu wenig für den Klimaschutz, kritisiert ein unabhängiges Beratergremium. Deutschland werde in den kommenden Jahren...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Neues Gutachten Deutschland könnte Klimaziele laut Experten deutlich verfehlen Die Bundesregierung tue zu wenig für den Klimaschutz, kritisiert ein unabhängiges Beratergremium. Deutschland werde in den kommenden Jahren wohl mehr Treibhausgase ausstoßen als geplant. 52 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Umweltminister Carsten Schneider (SPD): »Dringender politischer Handlungsbedarf« Foto: Kay Nietfeld / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Die Anstrengungen der Bundesregierung beim Klimaschutz reichen nach Einschätzung eines wichtigen Beratergremiums nicht aus.
Die Wirkung des jüngst von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) vorgestellten Klimaschutzprogramms dürfte deutlich geringer ausfallen als von der Bundesregierung angenommen, schreibt der unabhängige Expertenrat für Klimafragen in seinem in Berlin veröffentlichten jüngsten Gutachten. Selbst wenn das Programm komplett umgesetzt würde, werde keines der Ziele für das Jahr 2040 erreicht, so der Expertenrat. Die Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) für das vergangene Jahr, wonach der Ausstoß an Treibhausgasen um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr sank, bestätigt der Expertenrat zwar.
Die UBA-Projektionen zur erwarteten Entwicklung des Treibhausgasausstoßes bis zum Jahr 2030 stufen die Experten hingegen als zu optimistisch ein – insbesondere, was Emissionen im Energiesektor und bei Gebäuden angeht. »Für beide Sektoren gehen wir davon aus, dass die tatsächlichen Emissionen höher ausfallen dürften als ausgewiesen«, erklärte die Vorsitzende des Rats, Barbara Schlomann. Zusätzliche Risiken ergeben sich demnach unter anderem aus der Reform des Heizungsgesetzes, die in den Projektionen des UBA, auf die sich wiederum die Bundesregierung stützt, noch gar nicht berücksichtigt war.
Was Experten sagen
Überschreitung um bis zu 100 Millionen Tonnen CO₂ erwartetIm deutschen Klimaschutzgesetz ist festgelegt, wie viel Treibhausgase Deutschland zwischen 2020 und 2030 pro Jahr höchstens ausstoßen darf. Alle jährlichen Mengen zusammen ergeben das Emissionsbudget. Anders als die Bundesregierung geht der Expertenrat nicht davon aus, dass dieses Budget knapp eingehalten werden kann, sondern überschritten wird, und zwar um 60 bis 100 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente.
Zur besseren Vergleichbarkeit werden andere Treibhausgase in CO₂ umgerechnet. Ein weiteres Ziel ist, dass der Ausstoß von CO₂ und anderer Treibhausgase bis 2030 um mindestens 65 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 sinken soll, bis 2040 um mindestens 88 Prozent. Auch das wird nach Einschätzung des Expertenrats nicht klappen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





