
Filmfest Cannes: Als Thomas Mann nach Deutschland zurückkehrte
Filmfest Cannes : Als Thomas Mann nach Deutschland zurückkehrte Von Maria Wiesner 14.05.2026, 19:37Lesezeit: 4 Min. Er arbeitet an seinem Vermächtnis, sie organisiert es für ihn: Sandra Hüller als Erika Mann und Hanns...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Filmfest Cannes : Als Thomas Mann nach Deutschland zurückkehrte Von Maria Wiesner 14. 2026, 19:37Lesezeit: 4 Min. Er arbeitet an seinem Vermächtnis, sie organisiert es für ihn: Sandra Hüller als Erika Mann und Hanns Zischler als Thomas Mann in „Vaterland“APSandra Hüller gibt in Cannes Thomas Manns älteste Tochter Erika, die den Vater 1949 nach Deutschland begleitet.
Und Akte-X-Star Gillian Anderson tritt als Femme fatale im Horrorfilm „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ auf. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Blumen im Festivalpalast sehen falsch aus, sind aber echt – jeden Morgen, wenn Filmkritiker die Treppen zu den ersten Vorführungen des Tages hinauf drängen, gießt ein junger Mann die Orchideen, Kakteen und Azaleen sparsam mit einer grünen Kanne. Mit der Natur in „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ verhält es sich genau umgekehrt: Sie ist künstlich – mit breitem Pinselstrich auf Leinwand entstehen schneebedeckte Tannenreihen in altmodischer Kulissenarbeit, genau deshalb wirkt diese Welt aber absolut überzeugend und bedrohlich, wenn eine junge Regisseurin auf der Suche nach dem Drehort eines alten Horrorfilms sich darin zu verirren droht.
Die Einzelheiten
Irgendwann findet die Frau das verlassene Camp, in dem der Legende nach während eines Sommertrips mehrere Jugendliche ums Leben kamen, was wiederum eine Reihe von Teenager-Slasher-Filmen inspirierte, die diese junge Frau nun wieder beleben soll. Was zunächst wie die Neuauflage der Meta-Horror-Reihe „Scream“ wirkt, wird unter der Regie Jane Schoenbruns deutlich mehr. Bislang galt Schoenbrun als Geheimtipp; das ändert sich gerade, auch durch Cannes.
Als vor vier Jahren ihr verstörend-mutiger Film „We’re All Going to the World’s Fair“ in Sundance Premiere feierte, setzte er den Namen der nichtbinären Person auf die Liste der aufstrebenden amerikanischen Regietalente. Martin Scorsese lobte Schoenbruns Arbeit. Emma Stone produzierte den nächsten Film „I Saw the TV Glow“.
Und „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ hat nun Brad Pitt unterstützt. Viel Lob und Vertrauen von wichtigen Kollegen im harten Filmgeschäft also; nur folgerichtig erscheint deshalb, dass „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ in diesem Jahr die „Un Certain Regard“-Reihe in Cannes eröffnet, die sich neuen, ungewöhnlichen Stimmen im Film widmet. Externer Inhalt von Youtube Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig.
Was Experten sagen
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Externe Inhalte aktivieren Bisher arbeitete sich Schoenbrun chronologisch immer weiter in die Mediengeschichte zurück. Der mit schmalstem Budget gedrehte „We’re All Going to the World’s Fair“ (2021) folgte einem Mädchen, das dem grauen Aufwachsen in der amerikanischen Kleinstadt durch eine gefährliche Social-Media-Mutprobe zu entfliehen sucht und dabei die Gefahren des Internets kennenlernt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





