
Finanznot der New Yorker Metropolitan Opera wird größer
Metropolitan Opera in Finanznot Geplatzter Deal - verkauft die Met jetzt ihre Chagalls? Stand: 04.05.2026 • 02:58 Uhr Die Metropolitan Opera in New York steckt in akuter Geldnot: Ein 200-Millionen-Euro-Deal mit...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Metropolitan Opera in Finanznot Geplatzter Deal - verkauft die Met jetzt ihre Chagalls? 2026 • 02:58 Uhr Die Metropolitan Opera in New York steckt in akuter Geldnot: Ein 200-Millionen-Euro-Deal mit Saudi-Arabien ist geplatzt. Jetzt erwägt der Intendant, Kunstwerke und Namensrechte zu verkaufen.
Von Martin Ganslmeier , ARD New York Bereits seit Januar wackelte der Deal mit den Saudis, den Intendant Peter Gelb im vergangenen Herbst stolz der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Nun kam die offizielle Absage. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges, müsse sich Saudi-Arabien künftig auf "wesentliche Projekte" konzentrieren.
Die Einzelheiten
Offensichtlich ist ein dreiwöchiges Gastspiel der Metropolitan Opera in der saudischen Hauptstadt Riad, das acht Jahre lang jeweils im Februar stattfinden sollte, aus Sicht der Saudis nicht bedeutend genug. "Das ist eine sehr große Enttäuschung", reagierte der Intendant der Metropolitan Opera, Peter Gelb, in einer schriftlichen Stellungnahme. Sein Haus müsse sich jetzt nach finanziellen Alternativen umschauen.
2025 Kultur in Trump-Zeiten Eine Oper zeigt Haltung Von Europa fordert Met-Chef Gelb mehr Verantwortung - politisch, wie kulturell. mehr Intendant sucht Namens-Sponsor Eine mögliche neue Geldquelle hatte Intendant Gelb schon Mitte März im Interview mit dem ARD-Studio New York vorgestellt. Die Metropolitan Opera, eine der wichtigsten Kulturinstitutionen Amerikas, habe bislang noch keinen Namens-Sponsor: "Rechts und links von uns befinden sich das New Yorker Ballett im 'David H.
Koch-Theater' und die New York Philharmonie in der 'David Geffen Hall'. Es gibt hier also eine Branding-Möglichkeit für zusätzliche Einnahmen. " Der Intendant der Met denkt an reiche Milliardäre, die sich durch ein solches Namens-Sponsoring über ihren Tod hinaus verewigen könnten.
Was Experten sagen
Aus der Metropolitan Opera könnte zum Beispiel die "Elon-Musk-Opera" oder die "Bill Gates-Opera" werden. 30 Millionen Dollar fehlen Allerdings drängt die Zeit. Bis zum Ende des fiskalischen Jahres am 31.
Juli muss Peter Gelb 30 Millionen Dollar auftreiben. Geld, das eigentlich von der saudischen Regierung kommen sollte. Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit der Metropolitan Opera gerade zum dritten Mal innerhalb eines Jahres herabgestuft.
Für den Intendanten gibt es nun keine Tabus mehr. Wandgemälde von Chagall stehen zum Verkauf Seit Januar sucht er einen Käufer für die beiden riesigen Wandgemälde von Marc Chagall im Foyer der Met. Ihr Schätzwert: rund 55 Millionen Dollar.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




