
Frankreich: Hitzewelle lässt Wald nahe Paris brennen und macht Herunterfahren von Atomreaktoren nötig
Extremwetter in Frankreich Hitzewelle lässt Wald nahe Paris brennen – Löschflieger aus dem Süden angefordert Frankreich erlebt die nächste Hitzeperiode dieses Sommers. Nahe der Hauptstadt kämpft die Feuerwehr gegen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Extremwetter in Frankreich Hitzewelle lässt Wald nahe Paris brennen – Löschflieger aus dem Süden angefordert Frankreich erlebt die nächste Hitzeperiode dieses Sommers. Nahe der Hauptstadt kämpft die Feuerwehr gegen einen »außerordentlichen« Waldbrand. Auch diverse Kernkraftwerke sind von der Wärme betroffen.
28 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Wald von Fontainebleau: Löschflugzeuge aus dem Süden angefordert Foto: Franck Desprez / Frankreich durchleidet derzeit die dritte Hitzewelle in zwei Monaten – mit teils drastischen Folgen.
Die Einzelheiten
Im Wald von Fontainebleau rund 50 Kilometer südlich von Paris ist am Sonntag ein Feuer ausgebrochen und hat sich schnell ausgebreitet. Nach Angaben der Feuerwehr wurden zwei Löschflugzeuge aus Südfrankreich in die Hauptstadtregion entsandt. Verkehrsminister Philippe Tabarot teilte mit, wegen des Feuers habe die Autobahn 6 – eine wichtige Verkehrsader in Richtung Süden – teilweise gesperrt werden müssen.
Am ersten Ferienwochenende war auch der Bahnverkehr auf der Schnellzugstrecke in den Südosten Frankreichs »gestört«, wie Tabarot sagte. Die französische Bahngesellschaft SNCF teilte am Sonntagabend auf ihrer Website mit, Züge vom oder zum Pariser Bahnhof Gare de Lyon hätten bis zu sechs Stunden Verspätung. Das Feuer im Wald von Fontainebleau war am späten Sonntagnachmittag neben der A6 ausgebrochen und breitete sich dann im Wald aus.
Die Feuerwehr sprach von einem »sehr heftigen« Brand. Das Ausmaß sei »außerordentlich«. sagte der stellvertretende Präfekt der Region, Yannis Bouzar.
Was Experten sagen
Rund 400 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, die bis kurz vor 23. 00 Uhr bereits mehr als 300 Hektar Vegetation zerstört hatten und sich weiterhin ausbreiteten, wie Bouzar vor Journalisten in Arbonne-la-Forêt im Département Seine-et-Marne sagte. Aus Bordeaux und Nîmes wurden zwei Löschflugzeuge geschickt, um die Löscharbeiten zu unterstützen.
Eric Brocardi von der französischen Feuerwehr-Vereinigung sagte, es sei das erste Mal, dass Löschflugzeuge aus dem normalerweise trockeneren und heißeren Süden des Landes in die Pariser Region geschickt würden. Zudem seien bereits zwei Feuerwehr-Hubschrauber und ein Überwachungsflugzeug im Einsatz. Kernkraftwerke heruntergefahren oder gedrosseltZudem wurden in Frankreich wegen der Hitze am Sonntag drei Atomreaktoren vorübergehend heruntergefahren und sieben weitere gedrosselt.
Aufgrund der Wetterbedingungen und zur Einhaltung der Vorschriften für die Ableitung von Kühlwasser »und damit zum Schutz der Umwelt« seien Reaktoren in Golfech an der Garonne, in Bugey an der Rhône sowie in Chooz an der Meuse abgeschaltet worden, teilte der Kraftwerksbetreiber EDF der Nachrichtenagentur mit.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




