
Freiwillige Ausreise: Viele gehen aus Zermürbung und Perspektivlosigkeit
Freiwillige Ausreise : Viele gehen aus Zermürbung und Perspektivlosigkeit Von Susanne Kusicke 18.07.2026, 20:54Lesezeit: 7 Min. Passagierflugzeuge am Flughafen DüsseldorfdpaAbgelehnte Asylbewerber und geduldete...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Freiwillige Ausreise : Viele gehen aus Zermürbung und Perspektivlosigkeit Von Susanne Kusicke 18. 2026, 20:54Lesezeit: 7 Min. Passagierflugzeuge am Flughafen DüsseldorfdpaAbgelehnte Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge erhalten finanzielle Unterstützung, wenn sie freiwillig in ihre Heimat zurückkehren.
Wie werden sie beraten? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Was passiert, wenn Ihr Asylantrag abgelehnt wird? “ Mit dieser Frage eröffnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sein Unterstützungsangebot für freiwillige Ausreisen.
Die Einzelheiten
Die Antwort könnte rundweg so lauten: Wer abgelehnt wurde, muss ausreisen – oder wird früher oder später abgeschoben. Doch so unfreundlich formuliert man hier nicht. Vielmehr heißt es, die freiwillige Rückkehr solle „Vorrang gegenüber der erzwungenen Aufenthaltsbeendigung“ haben.
600 Personen sind nach Angaben des Bundesamts im Jahr 2025 mit einer Förderung des Bundesamts freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt – die meisten von ihnen in die Türkei (33 Prozent), nach Syrien (27 Prozent), in die Russische Föderation (zehn Prozent) und nach Georgien (sieben Prozent). Das entsprach einem Anstieg von etwa 60 Prozent gegenüber dem Jahr 2024, in dem gut 10. 000 geförderte Ausreisen stattgefunden hatten.
Fast ebenso viele waren es 2023, jedoch deutlich weniger im Jahr 2022, mit knapp 7900 geförderten freiwilligen Ausreisen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Viele Menschen gehen jedoch auch ohne Rückkehrförderung: So verließen 2022 nach Angaben von Pro Asyl unter Berufung auf die Bundespolizei knapp 30.
Was Experten sagen
000 Personen die Bundesrepublik selbständig, etwa nur unter Vorlage einer Grenzübertrittsbescheinigung. Beraten werden Rückkehrwillige nicht im Bundesamt in Nürnberg, sondern wohnortnah in den Bundesländern. In Hessen beispielsweise werden Rückkehrberatungen über die Programme des Bundes und des Landes in den Regierungspräsidien in Gießen, Kassel und Darmstadt angeboten; zahlreiche Beratungsstellen nichtstaatlicher Träger kommen hinzu.
Die drei staatlichen Beratungsstellen in Hessen wurden 2016 als Reaktion auf die stark gestiegenen Flüchtlingszahlen gegründet. Sein erstes staatliches Rückkehrprogramm erließ das Land im Jahr 2019, Ende 2025 wurde es aktualisiert. In Darmstadt sind heute in der Abteilung für Aufenthaltsrecht und freiwillige Ausreisen insgesamt neun feste Mitarbeiter beschäftigt.
Eine geförderte freiwillige Ausreise ist billiger als eine AbschiebungDie Beratungen sind dezentral organisiert. Nicht die eventuell Rückreisewilligen kommen in die Behörde – die Mitarbeiter kommen zu ihnen in die Ausländerberatungsstellen oder Flüchtlingsunterkünfte, sofern es dort geeignete Räume für Besprechungen gibt. „Wir wollen den Interessenten einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zur Beratung geben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



