
Fünf Jahre danach: Eine neue Flut würde das Ahrtal wohl genauso hart treffen
Fünf Jahre danach : Eine neue Flut würde das Ahrtal wohl genauso hart treffen Von Timo Steppat 14.07.2026, 06:21Lesezeit: 3 Min. Flutschäden in Schuld an der Ahr, aufgenommen am 16. Juli 2021Lucas Bäuml135 Menschen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Fünf Jahre danach : Eine neue Flut würde das Ahrtal wohl genauso hart treffen Von Timo Steppat 14. 2026, 06:21Lesezeit: 3 Min. Flutschäden in Schuld an der Ahr, aufgenommen am 16.
Juli 2021Lucas Bäuml135 Menschen kamen im Ahrtal ums Leben. Trotzdem wurde vielerorts an gleicher Stelle neu gebaut. Die Flutkatastrophe zeigt unser Problem, Risiken richtig einzuschätzen.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Ahrtal ist eine Mahnung. Die Flutkatastrophe, die sich dort vor fünf Jahren ereignete, steht für ein Behördenversagen. Von den 135 Menschen, die starben, hätten einige gerettet werden können.
Doch das Risiko wurde von Verantwortlichen so lange unterschätzt, bis es zu spät war. Der Wiederaufbau nach der Flut steht ebenfalls für den irrationalen Umgang mit Risiken. Nach einer der tödlichsten deutschen Naturkatastrophen haben viele ihre Wohnhäuser genau dort neu gebaut, wo sie selbst nur knapp dem Tod entkommen sind.
Dabei lässt der Klimawandel wenig Zweifel daran, dass das nächste Jahrhunderthochwasser nicht erst 2121 kommt. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Doch vielen Bewohnern der Region mangelte es an Alternativen.
Was Experten sagen
Die eigenen Grundstücke hatten dramatisch an Wert verloren, und die angebotenen Ersatzflächen befanden sich teils in anderen Landkreisen, fernab des bisherigen Lebensmittelpunktes. Die Behörden sprachen in nur 34 Fällen ein absolutes Bauverbot aus. Mehr Freiflächen für den Hochwasserschutz hätten hohe Entschädigungszahlungen zur Folge gehabt – und hoher politischer Durchsetzungskraft bedurft.
Der Wiederaufbau erfolgt stattdessen mit Auflagen: Die Häuser müssen höher sein, mit Fenstern und Türen versehen sein, die hohem Druck standhalten, Heizungen in oberen Stockwerken stehen. Also zumindest etwas mehr Schutz als vorher. Auch die Infrastruktur soll besser geschützt sein.
Straßen sind nun höher gelegen, Brücken haben keine Pfeiler im Flussbett, damit sich im Falle eines Hochwassers kein Geröll aufstaut. Aber schon bei der Schaffung von Rückhaltebecken außerhalb der Ortschaften hakt es seit Jahren. Fachleute kritisieren, dass die Maßnahmen bei Weitem nicht reichen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




