
Geburtsortsprinzip: Prominente Niederlage für Trump
Geburtsortsprinzip : Prominente Niederlage für Trump Von Sofia Dreisbach, Washington 30.06.2026, 18:17Lesezeit: 3 Min. Trump-Kritiker mit Flagge am Dienstag vor dem Supreme Court in Washington.AFPTrump versprach schon...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Geburtsortsprinzip : Prominente Niederlage für Trump Von Sofia Dreisbach, Washington 30. 2026, 18:17Lesezeit: 3 Min. Trump-Kritiker mit Flagge am Dienstag vor dem Supreme Court in Washington.
AFPTrump versprach schon im Wahlkampf, das Geburtsortprinzip bei der Staatsbürgerschaft einzuschränken. Jetzt ist er damit vor dem Obersten Gerichtshof gescheitert. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Hätte der Oberste Gerichtshof im Sinne von Präsident Donald Trump entschieden, wäre das einer seiner größten Siege im Kampf gegen illegale Einwanderung gewesen.
Die Einzelheiten
Doch das konservativ dominierte Gericht erhielt den knapp 150 Jahre alten Verfassungsgrundsatz des Geburtsortprinzips am Dienstag aufrecht: Mit wenigen Ausnahmen erhält künftig weiterhin jedes Kind die amerikanische Staatsbürgerschaft, das in den Vereinigten Staaten geboren ist. Für den Präsidenten war das ein prominenter Dämpfer. Der Oberste Richter John Roberts erklärte einen Erlass Trumps, der das Prinzip im Falle von Visuminhabern und Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung einschränken wollte, in seiner Begründung für verfassungswidrig.
„Damals wie heute war die Staatsbürgerschaft das Recht, Rechte zu haben – sich frei an unserer politischen Gesellschaft zu beteiligen“, schrieb der konservative Richter. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Mit dem 14.
Verfassungszusatz sei dieses Versprechen auf „jeden frei Geborenen in diesem Land“ ausgeweitet worden. Es werde „auch heute noch“ eingehalten. Roberts schrieb explizit, auch Kinder von illegal oder nur vorübergehend im Land befindlichen Personen erfüllten die Staatsbürgerschaftsklausel.
Was Experten sagen
Ein Wahlkampfversprechen TrumpsTrump hatte das Dekret schon im Wahlkampf beworben und es als eine seiner ersten Amtshandlungen im vergangenen Januar erlassen. Es kam wegen juristischer Auseinandersetzungen vor unteren Gerichten jedoch nie zum Einsatz. Wie wichtig ihm dieses Vorhaben war, bewies er im April.
Als erster Präsident in der amerikanischen Geschichte nahm Trump an der mündlichen Anhörung im Obersten Gerichtshof teil und gab sich danach trotz skeptischer Bemerkungen mehrerer Richter siegessicher. Das Kernargument der Regierung war die Formulierung in der Verfassung, wonach die Betreffenden der amerikanischen „Gerichtsbarkeit unterliegen“ müssen. Nach ihrer Lesart genügte es nicht, sich bloß auf amerikanischem Boden zu befinden; entscheidend sei vielmehr ein dauerhafter und rechtmäßiger Aufenthalt, mit dem man Amerika die Treue halte.
Durch eine Einschränkung des Geburtsortprinzips würde „Geburtstourismus“ verhindert. Diese Argumentation lehnte eine Mehrheit der Richter nun ab. Roberts schrieb in seiner Begründung, das Problem sei, „dass es kaum Belege für diese dramatisch revisionistische Sichtweise“ gibt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





