
Geschenke im Fußball: Zum Abschied gibt es Collagen des Grauens
Geschenke im Fußball : Zum Abschied gibt es Collagen des Grauens Von Pirmin Clossé 17.05.2026, 13:06Lesezeit: 3 Min. Na? Freust du dich? Harry Kane mit Collage.Picture AllianceVon München bis Leipzig und darüber hinaus...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Geschenke im Fußball : Zum Abschied gibt es Collagen des Grauens Von Pirmin Clossé 17. 2026, 13:06Lesezeit: 3 Min. Harry Kane mit Collage.
Picture AllianceVon München bis Leipzig und darüber hinaus verabschieden Bundesligaklubs ihre Fußballprofis mit kitschigen Fotocollagen. Seit Jahrzehnten geht das so. Wer ist schuld an dieser Tradition der Einfallslosigkeit?
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Da sind sie wieder, die Collagen des Grauens. Landauf, landab überreicht an Profifußballer in den Stadien der Republik. Spätestens seitdem der FC Bayern seine Meisterschaften schon kurz nach Ostern feiert, sind die letzten Bundesligaspieltage vorwiegend die Zeit der gefühligen Verabschiedungen – und damit auch die Zeit der Fotocollagen.
Seit Jahrzehnten geht das so. Wer sie sieht, ahnt, woher der Schmerz in „Abschiedsschmerz“ kommt. Denn dass es für scheidende Spieler neben Blumen auch stets etwas Hübsch-Hässliches für die heimische Wohnzimmerwand gibt, ist so sicher, wie dass der VAR für Diskussionen sorgt.
Infrage gestellt hat diese Praxis in den Geschäftsstellen der Klubs aber offenkundig noch fast niemand. Deshalb gibt es in den beiden Bundesligen jetzt wieder ein buntes Sammelsurium an gerahmten Grausamkeiten. Bilder aus Bildern überall: Auch RB Leipzig ehrte seine scheidenden Spieler mit Fotocollagen.
Was Experten sagen
Paul FritzZwar schert gelegentlich mal jemand aus, wie etwa die Dortmunder, die am vergangenen Spieltag ihren scheidenden Spielern Brandt, Süle und Özcan eine Art Bücherstütze in Form eines B überreichten. Aber in der Regel dominieren die Klassiker. Wie bei RB Leipzig, wo Xaver Schlager das übliche auf eine Leinwand gedruckte Foto-Feuerwerk geschenkt bekam.
Und wie bei einem 20 Jahre alten Leihspieler namens Kosta Nedeljkovic, bei dessen Collage es immerhin eine beachtliche Leistung war, aus gerade einmal fünf Einsätzen mit rund 250 Minuten Spielzeit ähnlich viele Bilder wie bei Schlager, der vier Jahre lang Stammspieler war, zu destillieren. Fragwürdige KunstwerkeGetoppt wurde das eigentlich nur von dem „Kunstwerk“, das Stefan Reuter vom FC Augsburg überreicht bekam. Denn während es bei Spielern immerhin jede Menge Actionfotos gibt, war dessen Tätigkeit als Sport-Geschäftsführer und später Berater in den vergangenen 14 Jahren – vorsichtig ausgedrückt – keine sonderlich bildstarke.
Eine Collage gab es selbstverständlich trotzdem für ihn. Auch wenn die ein wenig statisch wirkt. Ich sag nur ein Wort: Vielen Dank, Stefan Reuter!
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





