
Gewaltaufruf ist keine Satire: Das ZDF lädt Danger Dan völlig zu Recht aus
Gewaltaufruf ist keine Satire : Das ZDF lädt Danger Dan völlig zu Recht aus Ein Kommentar von Michael Hanfeld 17.07.2026, 11:53Lesezeit: 3 Min. Er behauptet, das ZDF wolle ihn zensieren: Danger DandpaDas ZDF hat den...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Gewaltaufruf ist keine Satire : Das ZDF lädt Danger Dan völlig zu Recht aus Ein Kommentar von Michael Hanfeld 17. 2026, 11:53Lesezeit: 3 Min. Er behauptet, das ZDF wolle ihn zensieren: Danger DandpaDas ZDF hat den Auftritt des Musikers Danger Dan in der Jubiläumsausgabe der Sendung „Die Anstalt“ abgesagt.
Er hält das für Zensur. Das ZDF sieht in seinem Text einen möglichen Aufruf zur Gewalt. Lässt er sich so verstehen?
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Am kommenden Dienstag werden wir im ZDF sehen können, welchen Friktionen der öffentlich-rechtliche Rundfunk ausgesetzt ist und wie schwierig beziehungsweise unmöglich es ist, dem Sendeauftrag der „Grundversorgung“ mit Bildung, Information, Kultur und Unterhaltung zu genügen und es dabei allen recht zu machen. Am Dienstag läuft die hundertste Ausgabe der Satiresendung „Die Anstalt“. In der Jubiläumsfolge sollten die Musiker Danger Dan und Igor Levit auftreten.
Danger Dans Lied „Keine Angst“ stand auf dem Programm, ein Stück, in dem der Rapper zum Widerstand gegen Rechtsextremismus und Nazis aufruft. Wegen des Wortlauts des Liedes hat das ZDF den Auftritt abgesagt. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Ein nicht auflösbarer Widerspruch? Der Text, teilte das ZDF mit, könne „als Aufruf zu Gewalt verstanden werden“. Ein solcher Aufruf „stünde im klaren Widerspruch zu den Programmrichtlinien des ZDF“.
Was Experten sagen
Bei der Sendungsvorbereitung habe die „intensive redaktionelle Bewertung, in die auch die Geschäftsleitung des ZDF involviert“ gewesen sei, ergeben, „dass dieser Widerspruch im Anschluss an die mehr als siebenminütige Liveperformance auf der Bühne nicht aufzulösen war“. Daher habe man entschieden, „sich zeitnah dokumentarisch-journalistisch mit dem Lied von Danger Dan zu befassen und an einer anderen Stelle im Programm aufzuarbeiten“. Danger Dan, Igor Levit und die Redaktion der Sendung „Die Anstalt“ sind damit selbstverständlich nicht einverstanden.
Sie halten das Veto des ZDF für einen Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit, mithin für einen Akt der Zensur. „Dass der Intendant des ZDF anfängt, antifaschistische Lieder zu zensieren, ist leider ein furchtbares Zeichen“, sagt Danger Dan, mit bürgerlichem Namen Daniel Pongratz, im Gespräch mit dem „Spiegel“. Er rufe „niemanden dazu auf, in den kriminellen Untergrund zu gehen“.
Es gehe vielmehr darum, aus der Mitte der Gesellschaft heraus „wirksame Antifa-Strukturen“ aufzubauen. Schaut man sich den Text von „Keine Angst“ an, darf man an der Lesart, mit welcher der Musiker sein eigenes Stück betrachtet, indes beträchtliche Zweifel haben. Es ist ein langer, detaillierter Aufruf, sich der Antifa anzuschließen, eigene Gruppen zu bilden und Aktionen zu unternehmen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




