
Gideon Saar: Israels Außenminister bricht Kontakt zur EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ab
Angebliche Kallas-Aussagen Israels Außenminister bricht Kontakt zur EU-Außenbeauftragten ab Israels Außenminister Gideon Sa’ar beschuldigt die EU-Außenbeauftragte, sein Land mit einem Apartheid-Regime verglichen zu...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Angebliche Kallas-Aussagen Israels Außenminister bricht Kontakt zur EU-Außenbeauftragten ab Israels Außenminister Gideon Sa’ar beschuldigt die EU-Außenbeauftragte, sein Land mit einem Apartheid-Regime verglichen zu haben. Solange Kaja Kallas das nicht zurücknehme, werde er nicht mehr mit ihr kommunizieren. 22 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Israels Außenminister Gideon Sa’ar Foto: Leon Lord / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Das Verhältnis zwischen Israel und der EU hat einen weiteren Dämpfer erhalten.
Israels Außenminister Gideon Sa’ar will wegen angeblicher Apartheid-Vergleiche vorerst den Kontakt zur EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas abbrechen. Kallas bot Sa’ar daraufhin auf der Plattform X die Fortsetzung des Dialogs an. Die EU setze weiterhin auf eine konstruktive Beziehung zu Israel, schrieb sie.
Sa’ar erklärte, er kommuniziere nicht mehr mit Kallas, bis sie ihre Äußerungen zurücknehme. Kallas soll Berichten zufolge bei einem Besuch in Mexiko Israel mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime verglichen haben. Eine Stellungnahme aus dem Büro der EU-Außenbeauftragten lag zunächst nicht vor.
Was Experten sagen
Sa’ar bezog sich auf einen Bericht des Nachrichtenportals »Euractiv«. Demnach soll Kallas das israelische Vorgehen im Westjordanland und im Gazastreifen mit der früheren südafrikanischen Politik der Rassentrennung gleichgesetzt haben. Mehr zum Thema Einigung USA-Iran: Plötzlich steht Netanyahu als Verlierer da Eine Analyse von Juliane von Mittelstaedt Brüchige Waffenruhe: Iran droht mit »harter Reaktion« nach israelischen Angriffen auf Libanon Bislang habe Kallas die ihr unterstellte Aussage weder bestritten, klargestellt noch darauf reagiert, schrieb Sa’ar vor Kallas' Beitrag auf X.
Er habe deshalb »als Außenminister des Staates Israel keine Wahl, als alle Kontakte zu Frau Kallas abzubrechen, bis sie die blutige Verleumdung zurückzieht, die sie gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt gerichtet hat, der zudem die einzige Demokratie im Nahen Osten ist«. Das Verhältnis zwischen Israel und der EU ist seit Längerem angespannt. Die EU kritisiert den Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland, die international überwiegend als völkerrechtswidrig und Hindernis für eine Friedenslösung eingestuft werden.
Im Mai verhängte die EU Sanktionen gegen drei Personen und vier Organisationen wegen Menschenrechtsverletzungen an Palästinensern im Westjordanland, was Sa’ar damals kritisierte. Zudem stößt das israelische Vorgehen im Gazastreifen auf Kritik der EU, die jedoch das Recht des Landes auf Selbstverteidigung betont. Die 27 EU-Mitgliedstaaten sind in ihrer Haltung zu Israel gespalten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





