
Göttingen: 16-Jähriger stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Tagelange Fahndung 16-Jähriger stellt sich nach Schuss auf Polizisten in Göttingen Zwei Großfamilien waren aneinandergeraten, am Ende des Streits landete ein Göttinger Polizeibeamter angeschossen auf der...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Tagelange Fahndung 16-Jähriger stellt sich nach Schuss auf Polizisten in Göttingen Zwei Großfamilien waren aneinandergeraten, am Ende des Streits landete ein Göttinger Polizeibeamter angeschossen auf der Intensivstation. Nun hat sich ein Verdächtiger gemeldet – und seinen Anwalt gleich mitgebracht. 28 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Polizei am Einsatzort in der Göttinger Innenstadt (am 13. Juni) Foto: Stefan Rampfel / dpa Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, auch DER SPIEGEL berichtet (mehr hier).
Die Einzelheiten
Jetzt hat sich nach einem Schuss auf einen Polizisten bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien ein Tatverdächtiger bei der Polizei gemeldet. Ein 16-Jähriger, nach dem wegen versuchten Totschlags mit einem Europäischen Haftbefehl gesucht wurde, hatte sich am frühen Abend in Begleitung eines Rechtsanwalts bei der Polizei in Göttingen gestellt. Dies teilten die Polizei sowie die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit.
Der 16-Jährige gelte als dringend verdächtig, am Samstagabend gegen 22. 15 Uhr bei der Auseinandersetzung der beiden rivalisierenden Großfamilien in der Göttinger Innenstadt mutmaßlich mehrere Schüsse aus einer scharfen Waffe abgegeben zu haben. Dabei war ein Polizeibeamter schwer verletzt worden.
Er kam auf die Intensivstation. Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf, den Hintergründen und dem Tatmotiv dauern noch an. Die Polizeiinspektion Göttingen hat eine Mordkommission eingerichtet.
Was Experten sagen
Der Polizist war mit Kollegen wegen der Auseinandersetzung zwischen den beiden rivalisierenden Großfamilien im Einsatz. Der mutmaßliche Schütze floh vom Tatort. Ob der Jugendliche bereits früher polizeilich in Erscheinung getreten war, war zunächst nicht bekannt.
Ebenso unbekannt ist bislang, worum es bei dem Konflikt ging und weshalb die Situation eskalierte. Zum Zeitpunkt der Tat feierten Tausende Menschen im Zentrum von Göttingen die »Nacht der Kulturen«. Die Tat spielte sich laut Polizei jedoch ein Stück entfernt am Rand der Innenstadt ab, direkt auf einem Gehweg neben der Bundesstraße 27, die aus der Stadt hinausführt.
Gewerkschaft fordert mehr PersonalAm Montag durchsuchten Ermittlerteams sowie Spezialkräfte im Umfeld des Tatverdächtigen zwei Wohnhäuser, eines in Gieboldehausen. Dort wurden der Polizei zufolge mehrere Handys sichergestellt. Bei der Polizei seien diverse Hinweise eingegangen, die derzeit noch ausgewertet werden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





