
Großangriff in der NACHT: Elf Stunden Alarm in Kiew
Großangriff in der NACHT : Elf Stunden Alarm in Kiew Von Stefan Locke, Warschau 02.07.2026, 12:07Lesezeit: 3 Min. Feuerwehrleute und Rettungskräfte am Donnerstagmorgen in KiewAFPRussland greift Kiew mit 500 Drohnen und...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Großangriff in der NACHT : Elf Stunden Alarm in Kiew Von Stefan Locke, Warschau 02. 2026, 12:07Lesezeit: 3 Min. Feuerwehrleute und Rettungskräfte am Donnerstagmorgen in KiewAFPRussland greift Kiew mit 500 Drohnen und 70 Raketen an.
Vorwarnungen, Apps und Schutzräume verhindern noch mehr Tote und Verletzte. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Zu den unrühmlichen Rekorden der jüngeren Geschichte Kiews ist in der Nacht zum Donnerstag ein weiterer hinzugekommen. Mit gut elf Stunden musste die ukrainische Hauptstadt den bisher längsten Luftalarm in diesem Krieg erleben.
Die Einzelheiten
40 Uhr am Mittwochabend beschoss Russland die Drei-Millionen-Einwohner-Metropole. Bis zum Mittag meldeten die Behörden bisher 17 Tote und 90 Verletzte sowie Zerstörungen an mehr als 30 Orten im Stadtgebiet, am meisten betroffen waren abermals Wohngebäude. Von Rettungskräften veröffentlichte Aufnahmen zeigen Bombenkrater in Wohngebieten, halb eingestürzte, mehrstöckige Wohnhäuser, brennende Dachstühle, Löscharbeiten sowie Wiederbelebungsversuche an aus Trümmern gezogenen Zivilisten.
Selenskyj warnte am Mittwoch vor dem Angriff„Wir haben sehr schwere Zerstörungen und eine beträchtliche Anzahl von Opfern, darunter Kinder“, sagte der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkachenko, dem Portal „Kyiv Independent“. Die Stadt sei „aus allen Richtungen angegriffen“ worden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sprach auf Telegram von einer „schrecklichen Nacht für Kiew“ und dem bisher „größten Angriff des Feindes“ auf die Hauptstadt.
Rettungsarbeiten an einem zerstörten Wohnhaus in KiewReutersDie größten Zerstörungen habe es, so Klitschko, im südöstlich des Stadtzentrums gelegenen Wohnbezirk Darnyzkyj gegeben. Dort suchten Helfer am Donnerstag nach Überlebenden, darunter einem 15 Jahre alten Mädchen und seiner Familie. „Ein Teil ihres Hauses wurde buchstäblich weggerissen“, sagte Klitschko.
Was Experten sagen
Auch ein Gebäude des Rettungsdienstes und neun Rettungsfahrzeuge seien beschädigt sowie sechs Mitarbeiter, Ärzte und Fahrer, verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass Russland mehr als 70 Raketen, darunter fast die Hälfte schwer abzufangende ballistische Raketen sowie fast 500 Drohnen gegen die Ukraine gelenkt habe. Zwar hätten die meisten davon abgeschossen werden können, doch ist die Masse an Geschossen zu groß, als dass alle unschädlich gemacht werden könnten.
Dass die Opferzahlen angesichts dieser Zerstörungskraft nicht noch höher ist, liegt auch daran, dass es längst präzise Vorhersagen für Luftangriffe gibt und die Einwohner sich darauf vorbereiten können. Am Mittwoch hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der anlässlich der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Irland in Dublin weilte, noch von dort aus vor einem bevorstehenden russischen Großangriff gewarnt und erklärt, deshalb schnellstmöglich nach Kiew zurückzukehren. Er forderte die Ukrainer auf, „unbedingt Schutz“ zu suchen und auf Luftalarme zu achten.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




