
Kassenärztechef spricht von »Irrsinnn, Abertausende Menschen zusätzlich in die Praxen zu jagen«
Attestpflicht ab dem ersten Tag Kassenärztechef spricht von »Irrsinnn, Abertausende Menschen zusätzlich in die Praxen zu jagen« Die Regierungspläne für verschärfte Regeln bei der Krankschreibung stoßen unter Ärzten und...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Attestpflicht ab dem ersten Tag Kassenärztechef spricht von »Irrsinnn, Abertausende Menschen zusätzlich in die Praxen zu jagen« Die Regierungspläne für verschärfte Regeln bei der Krankschreibung stoßen unter Ärzten und Gewerkschaftern auf massiven Widerstand. Die Rede ist von einer neuen Misstrauenskultur gegenüber Beschäftigten. 13 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Sprechzimmer eines Hausarztes: Warnung vor übervollen Praxen Foto: Sebastian Kahnert / dpa Das geplante Ende der telefonischen Krankschreibung und die Attestpflicht ab dem ersten Fehltag haben eine große Welle an Kritik losgetreten. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte der »Rheinischen Post«, es grenze an Irrsinn, »Abertausende Menschen zusätzlich in die Praxen zu jagen für das reine Ausfüllen von Zetteln.
Die Einzelheiten
Wer hustet, eine Magen-Darm-Infektion hat, gehört ins Bett – und nicht in die übervolle Praxis. « In der »Bild«-Zeitung plädierte er stattdessen für die Einführung eines Karenztags. Das heißt, dass der erste Tag der Krankschreibung unbezahlt bliebe.
Für niedergelassene Ärzte sei das, was die Regierungsparteien vereinbart haben, »eine Zumutung, die an Unverschämtheit grenzt«, sagte Gassen – und verwies unter anderem auf die schwierige finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung. Der schleswig-holsteinische Hausarztverbandsvorsitzende, Jens Jensen, warnte vor einem »sprunghaften Anstieg der Patientenkontakte«. Dadurch bleibe weniger Zeit für die Versorgung der Menschen, »die schwer erkrankt sind und in die Praxis kommen müssen«.
Kinder- und Jugendärzte halten die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung ebenfalls für einen völlig falschen Schritt. Der Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärztinnen, Jakob Maske, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur: »Es war ein super System. «Ärzte sollen für »unrichtige« AU härter bestraft werdenAuch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nannte die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung einen »klaren Rückschritt«.
Was Experten sagen
Studien zeigten, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu mehr Krankschreibungen führe, heißt es dort – nun drohe wieder mehr Bürokratie. Gewerkschaftsvertreter üben ebenfalls scharfe Kritik an den Änderungen bei der Krankschreibung. di-Chef Frank Werneke sagte: »Wenn sich Beschäftigte künftig vom ersten Tag an beispielsweise mit einem grippalen Infekt zum Arzt schleppen sollen, ist das Ausdruck einer grundsätzlichen Misstrauenskultur.
« Arbeitnehmer seien keine Drückeberger, »auch wenn Arbeitgeber und Teile der Regierung dies unterstellen«. Ähnlich argumentierte der Bundesvorsitzende des Beamtenbundes Volker Geyer.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





