
Großbritannien will Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16
Vorbild Australien Großbritannien will Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 »Soziale Medien machen Kinder unglücklich«, sagt Großbritanniens Premier Starmer. Sein Land möchte nun Menschen unter 16 Jahren von...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Vorbild Australien Großbritannien will Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 »Soziale Medien machen Kinder unglücklich«, sagt Großbritanniens Premier Starmer. Sein Land möchte nun Menschen unter 16 Jahren von Social Media fernhalten. Forschende finden das nicht unbedingt zielführend.
06 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Eine Jugendliche nutzt ihr Smartphone Foto: Elisa Schu / dpa Kein Social Media für Menschen unter 16: Die britische Regierung plant ein Verbot der Nutzung sozialer Netzwerke für Kinder und Jugendliche.
Die Einzelheiten
Das kündigte Premierminister Keir Starmer in London an. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, soziale Medien hätten Jugendlichen auch Vorteile gebracht, räumte Starmer ein. Aber: »Soziale Medien machen Kinder unglücklich.
« Ein vollständiges Verbot sei angesichts der Risiken und negativer Konsequenzen daher die richtige Entscheidung. Zudem kündigte der Premier »weltweit führende« Maßnahmen im Bereich der Gaming- und Live-Streaming-Plattformen in Großbritannien an. Fremde Erwachsene sollen demnach nicht mehr die Chatfunktion nutzen können, um Kontakt zu Kindern aufzunehmen.
»Heute ist ein großer Tag für unser Land«, so Starmer. In Australien gibt es bereits ein VerbotDas Vereinigte Königreich folgt mit den Plänen dem Vorbild Australiens. Das Land hatte im Dezember 2025 als erstes Land der Welt ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt .
Was Experten sagen
Mittlerweile wollen immer mehr europäische Länder dem Beispiel folgen – auch in Deutschland wird darüber diskutiert: Aktuell erarbeitet eine Expertenkommission Empfehlungen für konkrete Maßnahmen. Wie Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) ankündigte, sollen die Ergebnisse Ende Juni vorgestellt werden und zahlreiche Empfehlungen enthalten. Diese werden sich an Schulen, Eltern, Kitas und Ärzte richten.
Mehrere EU-Länder, darunter Frankreich, Spanien, Griechenland, Norwegen und Österreich, haben ebenfalls bereits angekündigt, ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen zu wollen. Auch deshalb steht die Europäische Union unter Druck, weil nur die EU-Kommission den großen Plattform-Betreibern Vorschriften machen darf. Was gegen ein Verbot sprichtKritiker eines Verbots fürchten unter anderem, dass dieses leicht von Teenagern umgangen werden kann.
So konnten in Australien viele Jugendliche trotz des Verbots Plattformen weiter nutzen, indem sie etwa auf VPN-Dienste zugriffen oder Konten mit einem gefälschten Geburtstagsdatum anlegten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





