
Grundsteuer in Nordrhein-Westfalen: Wo Eigentümer künftig deutlich mehr zahlen
Teurer wohnen In diesen Kommunen steigt die Grundsteuer kräftig In vielen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wird die Grundsteuer erhöht, teils um mehr als 50 Prozent. Das betrifft nicht nur Eigentümer – diese...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Teurer wohnen In diesen Kommunen steigt die Grundsteuer kräftig In vielen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wird die Grundsteuer erhöht, teils um mehr als 50 Prozent. Das betrifft nicht nur Eigentümer – diese reichen die Kosten oft an die Mieter weiter. 13 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Häuser im Siegerland: In Nordrhein-Westfalen steigt die Grundsteuer in vielen Kommunen Foto: Rene Traut / IMAGO Mehr als jede dritte Kommune in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Grundsteuer für das laufende Jahr erhöht. Das hat eine Auswertung des Bundes der Steuerzahler ergeben.
Die Einzelheiten
In dem bevölkerungsreichsten Bundesland (knapp 18 Millionen Einwohner) gibt es insgesamt 396 politisch selbstständige Städte und Gemeinden. 140 dieser Kommunen haben den sogenannten Hebesatz bei der Grundsteuer von 2025 auf 2026 angehoben. Darunter sind den Angaben zufolge Köln, Mülheim an der Ruhr, Hagen und Neuss.
Besonders stark seien die Hebesätze in Vettweiß (um 377 Punkte), Dinslaken (350 Punkte) und Bergkamen (325 Punkte) gestiegen. Das sind laut Bund der Steuerzahler Steigerungsraten von teilweise mehr als 50 Prozent. Der Hebesatz ist ein von jeder Gemeinde selbst festgelegter Prozentsatz, mit dem der vom Finanzamt ermittelte Grundsteuermessbetrag multipliziert wird und der so die tatsächliche Höhe der Grundsteuer bestimmt.
Die Grundsteuer betrifft nicht nur die Immobilieneigentümer. Bei vermieteten Objekten wird sie in der Regel auf die Mieter umgelegt. Diese bekommen die Erhöhung der Grundsteuer dann mit der Nebenkostenabrechnung zu spüren.
Was Experten sagen
Die Abrechnung für das jeweilige Jahr erhalten Mieter meist im Folgejahr. »Die kommunale Finanzkrise ist real, und die Menschen vor Ort bekommen das zu spüren«, sagt der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler NRW, Rik Steinheuer, zu den Erhöhungen der Grundsteuer. »Die Tendenz, dass dieser staatlich beeinflusste Teil der Miete besonders stark steigt, verfestigt sich.
« Weitere Erhöhungen seien in den kommenden Jahren zu befürchten. Nur drei Kommunen senkten den HebesatzLediglich drei Kommunen in NRW hätten den Hebesatz für das laufende Jahr im Vergleich zu 2025 gesenkt: Borgholzhausen (um 34 Punkte), Büren (9 Punkte) und Ahlen (1 Punkt). Gemessen an den Hebesätzen könne Wohnen in diesen drei Kommunen zumindest etwas günstiger werden, erklärt der Verband.
Sie haben zusammengenommen knapp 100. Für die Kommunen ist die Grundsteuer eine der wichtigen Einnahmequellen. Mit dem Geld finanzieren sie unter anderem etwa Schulen und Kindergärten oder auch Straßen und Spielplätze.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




