
Grüner Strom: Renaissance der „Renovables“
Grüner Strom : Renaissance der „Renovables“ Von Hans-Christian Rössler 04.05.2026, 10:49 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Stromausfall vor einem Jahr: Ein Zug blieb in der Stadt Albacete mitten auf der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Grüner Strom : Renaissance der „Renovables“ Von Hans-Christian Rössler 04. 2026, 10:49 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Stromausfall vor einem Jahr: Ein Zug blieb in der Stadt Albacete mitten auf der Strecke stehen.
dpa Nach dem großen Stromausfall war in Spanien der Zweifel an den erneuerbaren Energiequellen gewachsen. Jetzt gibt ihnen der Irankrieg einen neuen Schub. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Am ersten Jahrestag kamen auf der Iberischen Halbinsel die Erinnerungen hoch.
Die Einzelheiten
Mehr als 60 Millionen Spanier und Portugiesen haben den milden Frühlingstag vor einem Jahr nicht vergessen. April 2025 auf einmal der Strom aus – mehr als neun Stunden lang. Der „Gran Apagón“, wie der große Blackout auf Spanisch genannt wird, war der bislang folgenschwerste in Europa.
Seine Schockwellen reichten bis nach Deutschland: Kann das auch bei uns passieren, haben wir zu stark auf Wind- und Sonnenenergie gesetzt? Der Ausfall hatte zwar in Solarparks im Südwesten Spaniens seinen Anfang genommen. Nach den bisherigen Untersuchungsberichten war aber nicht die Schwankung bei der Sonnen- und Windenergie schuld, sondern eine Kettenreaktion, bedingt durch Überspannung und Ausfällen in mehreren Kraftwerken.
Die Flut des „grünen“ Stroms bringt Netz und Speicher immer häufiger an ihre Grenzen. „Klimafanatismus“ Nur wenige Länder haben so sehr auf erneuerbare Energiequellen gebaut wie Spanien und Portugal. Bis zu dem fatalen Montag im April galt Spanien als großes Vorbild, danach begann eine energiepolitische Achterbahnfahrt.
Was Experten sagen
„Der Blackout verdunkelte den guten Ruf der erneuerbaren Energien“ und habe einer „flackernden Welt“ Platz gemacht, schrieb die Zeitung „La Vanguardia“. Kritiker der Energiewende, die die linke Minderheitsregierung seit 2018 vorantreibt, gingen aus der Deckung. „Klimafanatismus“ und die „grüne Obsession“ der Regierung hätten das Land in ein gefährliches Energieexperiment gestürzt, hieß es aus der rechten Opposition.
Es mehrten sich die Warnungen davor, den deutschen Fehler zu wiederholen und voreilig die eigenen Atomkraftwerke abzuschalten. Doch seit der Schließung der Straße von Hormus im Zuge des Irankriegs erleben die „Renovables“ eine Renaissance. „Die Energiekrise zwingt uns, die grüne Agenda zu beschleunigen, um unsere Abhängigkeit von den Schwankungen fossiler Brennstoffe zu verringern“, verlangt Sara Aagesen – aber nicht durch den Import von Öl aus den Vereinigten Staaten, wie es der amerikanische Präsident Donald Trump fordere: „Unser Gold ist nicht schwarz, es ist grün“, formulierte es die spanische Umweltministerin in einem Interview mit „El País“.
Techniker installieren Solar-Panele auf einem Dach in Barcelona. Picture Alliance Ihr Ministerium macht Tempo und will jetzt „Zonen zur Beschleunigung erneuerbarer Energien“ ausweisen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




