
Haiti: Kämpfe zwischen Gangs – Uno berichtet von mindestens 78 Toten
Fragiler Karibikstaat Kämpfe zwischen Gangs auf Haiti – Uno berichtet von mindestens 78 Toten Auf Haiti eskalieren die Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Banden. Seit dem vergangenen Wochenende gab es laut Uno...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Fragiler Karibikstaat Kämpfe zwischen Gangs auf Haiti – Uno berichtet von mindestens 78 Toten Auf Haiti eskalieren die Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Banden. Seit dem vergangenen Wochenende gab es laut Uno Dutzende Tote. Die NGO Ärzte ohne Grenzen musste eine ihrer Kliniken zeitweise schließen.
59 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ein Fahrzeug der Nationalpolizei in der Hauptstadt Port-au-Prince am 12.
Die Einzelheiten
Mai Foto: Jonet St Elois / EPA aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich?
Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Das seit Jahren unter politischer Instabilität und Machtkämpfen rivalisierender Banden leidende Haiti erlebt eine neue Welle der Gewalt. Wie die Uno-Sondermission in Haiti (Binuh) berichtet, wurden bei Kämpfen zwischen den Gangs in Vororten der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince in den vergangenen Tagen mindestens 78 Menschen getötet.
Unter den Toten seien zehn Bürger, die nicht den Banden angehörten, hieß es in der vorläufigen Bilanz. Seit Samstag wurden demnach zudem mindestens 66 Menschen verletzt. Laut der Nachrichtenagentur AP waren bereits über das vergangene Wochenende Hunderte aus ihren Häusern geflohen, nachdem Gangmitglieder in der Nähe der Hauptstraße zum Flughafen von Port-au-Prince Häuser in Brand gesteckt hatten.
Was Experten sagen
MSF schließt zeitweise KlinikDie Nichtregierungsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) sah sich dazu gezwungen, den Betrieb in einer Klinik im Elendsviertel Cité Soleil einzustellen. Binnen 12 Stunden hätten mehr als 40 Personen mit Schussverletzungen behandelt werden müssen, 800 Menschen hätten in der Einrichtung Schutz vor der Gewalt gesucht, teilte MSF am Dienstag mit . Bild vergrößern Dieses Foto vom 11.
Mai soll Menschen auf der Flucht vor der Bandengewalt in Port-au-Prince zeigen Foto: Odelyn Joseph / AP »Es ist uns unmöglich, inmitten von Schüssen medizinische Versorgung zu leisten. Ein Krankenhaus, dessen Personal nicht sicher ist, kann nicht funktionieren«, hieß es von der Organisation. Haiti leidet seit Jahren unter politischer Instabilität, wirtschaftlicher Not und Gewalt.
Die Ermordung des Präsidenten Jovenal Moïse im Juli 2021 stürzte das Land in eine tiefe Krise, seitdem ist der Führungsposten vakant. Die Gangs kontrollieren laut AP mehr als 70 Prozent des Gebiets von Port-au-Prince. Der Anteil lag in der Vergangenheit teils noch höher, doch der Einfluss der Banden konnte durch ausgeweitete Polizeieinsätze offenbar etwas zurückgedrängt werden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





