
Halbleiterkonzern: Das erstaunliche Comeback von Intel
Halbleiterkonzern : Das erstaunliche Comeback von Intel Von Roland Lindner, New York 13.05.2026, 07:27Lesezeit: 4 Min. Sieht klare Anzeichen für eine Erholung: Intel-Vorstandsvorsitzender Lip-Bu Tan.BloombergKI-Erfolge...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Halbleiterkonzern : Das erstaunliche Comeback von Intel Von Roland Lindner, New York 13. 2026, 07:27Lesezeit: 4 Min. Sieht klare Anzeichen für eine Erholung: Intel-Vorstandsvorsitzender Lip-Bu Tan.
BloombergKI-Erfolge und neue Bündnispartner: Der Chiphersteller ist nach krisenreichen Jahren wieder auf dem Weg der Erholung. Dabei mischt die US-Regierung im Hintergrund offenbar kräftig mit. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als Lip-Bu Tan vor etwas mehr als einem Jahr den Vorstandsvorsitz des amerikanischen Halbleiterkonzerns Intel übernahm, machte er eine schonungslose Bestandsaufnahme.
Die Einzelheiten
Auf einer Konferenz sagte er: „Intel hat eine ziemlich lange harte Zeit hinter sich. Wir sind mit unserer Innovationskraft zurückgefallen. “ Es folgten turbulente Monate.
Im Juli stieß Tan ein abermaliges Sparprogramm mit dem Abbau von 15 Prozent aller Arbeitsplätze an, außerdem verkündete er, die Pläne für den Bau neuer Chipwerke in Magdeburg, die zuvor schon vorübergehend auf Eis gelegt worden waren, ganz aufzugeben. Wenige Wochen später geriet er ins Visier von US-Präsident Donald Trump, der seinen Rücktritt forderte, offenbar wegen seiner geschäftlichen Verbindungen nach China. Diese Attacke mündete wenig später in eine erzwungene Staatsbeteiligung.
Die US-Regierung handelte die Übernahme eines Anteils von knapp zehn Prozent an Intel aus. Es war ein symbolträchtiger Moment, der unterstrich, wie weit die frühere Ikone der Halbleiterindustrie gefallen war. Der einst wertvollste Chipkonzern der Welt wurde zu diesem Zeitpunkt an der Börse nur noch mit rund 100 Milliarden Dollar bewertet.
Was Experten sagen
Seither hat sich das Blatt gewendet. Nach Jahren schrumpfender Umsätze ist Intel wieder auf Wachstumskurs. Der Aktienkurs hat sich seit dem Einstieg der US-Regierung mehr als verfünffacht und einen historischen Höchststand erreicht, der Börsenwert liegt um 650 Milliarden Dollar.
Das Unternehmen macht heute verstärkt Hoffnung, mit seinen Chips auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz eine größere Rolle spielen zu können, nachdem es hier noch bis vor Kurzem verglichen mit Wettbewerbern wie Nvidia als abgeschlagen galt. Neben einer besseren Geschäftsentwicklung als erwartet haben in den vergangenen Monaten auch Allianzen mit prominenten Partnern wie Apple und Tesla den Aktienkurs beflügelt. Die Regierung mischt dabei im Hintergrund offenbar kräftig mit.
Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ hat sich Wirtschaftsminister Howard Lutnick wiederholt mit Vorstandschefs amerikanischer Unternehmen getroffen und sie dazu zu bewegen versucht, mit Intel Geschäfte zu machen. „Von Verzweiflung zu Euphorie“Intel-Vorstandsvorsitzender Tan schlägt nun ganz andere Töne an als nach seinem Amtsantritt. Bei der Vorlage von Quartalszahlen vor wenigen Wochen sagte er: „Vor einem Jahr drehten sich Gespräche über Intel darum, ob wir überleben können.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




