
Hantavirus-Ausbruch: „Das Schiff war ein perfekter Inkubator“
Hantavirus-Ausbruch : „Das Schiff war ein perfekter Inkubator“ Von Marie Lisa Kehler 11.05.2026, 16:21Lesezeit: 3 Min. Ankunft in der Nacht: Vier Passagiere des Kreuzfahrtschiffes, auf dem ein Ausbruch des Hantavirus...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Hantavirus-Ausbruch : „Das Schiff war ein perfekter Inkubator“ Von Marie Lisa Kehler 11. 2026, 16:21Lesezeit: 3 Min. Ankunft in der Nacht: Vier Passagiere des Kreuzfahrtschiffes, auf dem ein Ausbruch des Hantavirus drei Todesopfer gefordert hatte, sind in Frankfurt eingetroffen und werden an der Uniklinik weiter untersucht.
ImagoDer Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff weckt Erinnerungen an die Corona-Pandemie. René Gottschalk, damals Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, mahnt zu Besonnenheit. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Gottschalk, das Szenario erinnert an den Beginn der Corona-Zeit, als ein Flugzeug mit Reiserückkehrern aus der Region Wuhan in Frankfurt landete.
Die Einzelheiten
Welche Erinnerungen kommen bei Ihnen hoch? Das sind komplett unterschiedliche Szenarien. Covid-19 war für uns alle ein neuer Keim – beim Hantavirus weiß man alles.
Es ist sehr gut bekannt. Man kennt die Stämme – und man weiß, dass sie nicht dazu geeignet sind, Pandemien im großen Ausmaß auszulösen. Wie wurde aus Ihrer Sicht bisher auf die Situation reagiert?
Dass das Schiff nicht anlegen durfte, war überzogen. Damit hat man die Passagiere einer Gefahr ausgesetzt. Das Verbieten des Einlaufens des Schiffes in Häfen der Kapverdischen Inseln entbehrt jedweder Logik.
Was Experten sagen
Ebenso wie die Entscheidung, die Passagiere und die Besatzung auf dem Schiff zu quarantänisieren und zu isolieren, da man dadurch die Wahrscheinlichkeit von weiteren Übertragungen erhöht. Das war ein perfekter Inkubator – das sind die besten Voraussetzungen für Neuinfektionen. Was hätten Sie stattdessen geraten?
Man hätte die Menschen sofort vom Schiff holen und die gesunden oder asymptomatischen in ihre Heimatländer fliegen müssen. Dort hätten sie sich als Kontaktpersonen in Quarantäne begeben müssen. Bereits Erkrankte hätten vor Ort im Krankenhaus versorgt werden können.
Wenn das nicht möglich gewesen wäre, hätten die Erkrankten in Krankenhäuser geflogen werden müssen, die über entsprechende Kapazitäten verfügen. Wobei sicher die meisten Krankenhäuser auch auf den Kanarischen Inseln dieses leicht bewerkstelligen können. René Gottschalk, Leiter vom Gesundheitsamt Frankfurt, steht auf einem Flur bei Provadis am Industriepark Höchst, für ein Porträt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




