
Hexenverbrennung: Das Holz für den Scheiterhaufen mussten Verurteilte bezahlen
Hexenverbrennung : Das Holz für den Scheiterhaufen mussten Verurteilte bezahlen 30.04.2026, 18:20 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Als Hexen verkleidete Narren laufen bei einem Umzug in der Stuttgarter...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Hexenverbrennung : Das Holz für den Scheiterhaufen mussten Verurteilte bezahlen 30. 2026, 18:20 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Als Hexen verkleidete Narren laufen bei einem Umzug in der Stuttgarter Innenstadt.
dpa In der Walpurgisnacht am 30. April sollen Hexen besondere Kräfte gehabt haben. Menschen wollten mit Tänzen an Feuern das Böse vertreiben.
Die Einzelheiten
Wie es zu diesem Aberglauben kam und welche Folgen er hatte. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Sie tanzen mit dem Teufel, haben krumme Nasen, spitze Hüte und reiten auf dem Besen durch die Nacht – so besagt es der Mythos. Hexen gibt und gab es zwar nicht, verfolgt wurden aber Tausende Menschen aber dennoch wegen Hexerei.
Eine Geschichte von Verleumdung, Verfolgung, Folter und einem grausamen Sterben auf dem Scheiterhaufen. „Im Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen gab es in den 100 Jahren zwischen 1580 und 1680 rund 1800 Hexenprozesse, die meisten endeten mit einer Verurteilung“, sagt Matthias Lothhammer, der in Darmstadt Führungen unter anderem zum Thema Hexen anbietet – auch für Kinder. Er ist Autor des Buches „Mit dem Feuer vom Leben zum Tod gebracht“.
Darin beschreibt er die Hexenverfolgung vor allem in Darmstadt unter der Herrschaft des Landgrafen Georg I. (1547–1596) mit all ihrer Grausamkeit und all ihren Foltermethoden. Die Opfer waren überwiegend Frauen.
Was Experten sagen
„Es ist die Erklärung für alles, für schlichtweg alles“, sagt Lothhammer über den Hexenwahn. „Wenn die Milch sauer wird, wenn die Kuh tot umfällt, wenn der Blitz einschlägt, wenn andere Haustiere sterben, Kindersterblichkeit, wenn einem selber Krankheit oder irgendwas widerfährt“, sagt er zum Auslöser für eine Hexenverfolgung. Selbst ohne Verurteilung drohten Hunger und Leid Auch Pest, Dürre oder Hungersnöte brauchten Schuldige.
Es habe jeden treffen können. In erster Linie seien natürlich diejenigen die Sündenböcke geworden, die wenig Kraft gehabt und am Rande der Gesellschaft gelebt hätten: Arme, Witwen, unverheiratete Frauen und Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen. Eine Verfolgung als Hexe hatte immer auch eine wirtschaftliche Dimension für die Beschuldigten: „Die zahlen alles.
Und zwar sehr, sehr teuer. Die zahlen jede einzelne Wache, die Verbringung, die Lebensmittel, das Wasser, den Scheiterhaufen, wenn Holz dafür beschafft werden muss, wenn Reisig beschafft werden muss, für die, die es bereitstellen, für die, die das Brennmaterial holen. “ Selbst ohne eine Verurteilung habe den Betroffenen Hunger und Leid gedroht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





