
Hitzestress: Den Fischen geht die Luft aus
Hitzestress : Den Fischen geht die Luft aus Von Bianca Dechent 14.07.2026, 09:49Lesezeit: 3 Min. Fische in einem Teich in der Tschechischen Republik. Die Hitze sorgt hier für Sauerstoffmangel und Stress.dpaDie...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Hitzestress : Den Fischen geht die Luft aus Von Bianca Dechent 14. 2026, 09:49Lesezeit: 3 Min. Fische in einem Teich in der Tschechischen Republik.
Die Hitze sorgt hier für Sauerstoffmangel und Stress. dpaDie überhitzten Flüsse, Seen und Teiche sorgen für Sauerstoffmangel bei den Tieren. Warum flache Gewässer besonders bedroht sind.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Tote Hechte und Quappen treiben auf dem Steinhuder Meer bei Hannover, Fischkadaver liegen am Ufer des Rheinauensees bei Bonn. In ganz Deutschland sterben wie hier massenhaft Fische. Die Bedingungen der aktuellen Hitzewellen belasten nicht nur die Gesundheit von Menschen, sondern bringen auch Flüsse und Seen an ihre Grenzen.
So früh wie nie sorgen in diesem Jahr extreme Hitze und ausbleibender Niederschlag für hohe Temperaturen in den heimischen Gewässern. Es seien bereits im Juni Verhältnisse erreicht worden, „die wir sonst nur aus Juli und August kennen“, sagt Karsten Rinke, Leiter der Abteilung Seenforschung vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Magdeburg gegenüber dem Science Media Center. Diese Verhältnisse haben gravierende Folgen für alle Wasserlebewesen.
„Je höher die Temperatur, desto weniger Sauerstoff ist im Wasser gelöst, und gleichzeitig steigt der Sauerstoffbedarf der Organismen mit der Temperatur“, erklärt der Wissenschaftler. Oftmals ist es eine Kombination aus mehreren Faktoren, die den Fischen, Muscheln und Krebsen das Leben schwer macht. Kommt es zu starkem Regen, etwa bei einem Gewitter, kann der ausgetrocknete Boden das Wasser nicht aufnehmen, und Nährstoffe werden in die Gewässer gespült.
Was Experten sagen
Phosphor und Stickstoff sind nicht nur Dünger für Landpflanzen, sondern führen auch dazu, dass sich im Wasser Algen schneller ausbreiten. Wie alle Pflanzen produzieren diese zwar tagsüber Sauerstoff und reichern damit das Wasser an. Nachts verbrauchen sie ihn jedoch, und die Sauerstoffgehalte fallen.
Zusätzlich verzehren die Mikroorganismen, die die Algen zersetzen, den Sauerstoff. Das verschärft den Sauerstoffmangel weiter, Fische, Muscheln und andere Wassertiere drohen zu ersticken. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Keine RückzugsmöglichkeitenBesonders gefährdet sind flache Seen oder Teiche ohne Zulauf. „In 50 Metern Tiefe hat jeder See selbst im höchsten Hitzeschock noch vier bis fünf Grad Celsius Wassertemperatur“, erklärt Karsten Rinke. Sind aber Gewässer besonders flach, heizen sie sich bis auf den Grund auf und bieten ihren Bewohnern keine Rückzugsmöglichkeit in kühlere Bereiche mehr.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





