
Hugo Boss: Britischer Großaktionär Frasers will Modehersteller übernehmen
Schwäbischer Modehersteller Britischer Großaktionär Frasers will Hugo Boss übernehmen Bisher gehörten der britischen Frasers-Gruppe rund ein Viertel der Boss-Aktien. Jetzt will das Unternehmen die volle Kontrolle und...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Schwäbischer Modehersteller Britischer Großaktionär Frasers will Hugo Boss übernehmen Bisher gehörten der britischen Frasers-Gruppe rund ein Viertel der Boss-Aktien. Jetzt will das Unternehmen die volle Kontrolle und macht den übrigen Aktionären ein Angebot. 24 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Das Hugo-Boss-Logo auf Jeans Foto: Bernd Weissbrod/ picture alliance / dpa Der britische Großaktionär Frasers Group will den schwäbischen Modehersteller Hugo Boss übernehmen. Frasers werde im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 38 Euro je Boss-Aktie bieten, das teilte das Unternehmen nach Börsenschluss mit.
Die Einzelheiten
Die Hugo-Boss-Aktie stieg daraufhin. Das Angebot gilt für alle Aktien, die Frasers nicht bereits besitzt. Zuletzt kamen die Briten nach eigenen Angaben auf einen direkten Anteil von gut 26 Prozent.
Für die restlichen knapp 74 Prozent der Hugo-Boss-Anteile müsste Frasers rund 2 Milliarden Euro hinblättern. Der gesamte Edelschneider aus Metzingen würde so mit rund 2,7 Milliarden Euro bewertet. Einer Mindestschwelle unterliegt das Angebot nicht.
Aufsichtsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. Zwischen dem Großaktionär und der Führungsspitze von Hugo Boss war es in jüngerer Zeit zu Unstimmigkeiten gekommen. So hatte Frasers dem Aufsichtsratschef Stephan Sturm im Dezember das Vertrauen entzogen.
Was Experten sagen
Streit gab es unter anderem um die Dividendenzahlung. Frasers ruderte jedoch am Dienstag zurück und drückte Unterstützung für Sturm und die Dividendenpolitik aus. In der Mitteilung hieß es nun, Frasers sei ein langfristig orientierter Investor von Hugo Boss und stehe weiter zum Aufsichtsratschef sowie zum Vorstandschef Daniel Grieder.
Mehrere Mode-Marken im PortfolioDas Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben auch über weitere Finanzinstrumente für Hugo-Boss-Aktien. Die Briten hatten sogenannte Put-Optionen verkauft. Ihnen hätten also von Aktionären und Inhabern der Optionen zu einem gewissen Preis Aktien angedient werden können.
Bei Überschreiten der Schwelle von 30 Prozent der Anteile hätte Frasers dann ohnehin ein Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre unterbreiten müssen. Frasers habe sich für ein freiwilliges Angebot entschieden, um das Investment in Hugo Boss zu festigen, hieß es von den Briten. Bild vergrößern Mike Ashley im Jahr 2020 Foto: imago images/PRiME Media Images Frasers gehört mehrheitlich dem britischen Milliardär Mike Ashley.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




