
Im Niemandsland in Mexiko - aus den USA abgeschobene Migranten
Aus USA abgeschobene Migranten Im Niemandsland in Mexiko Stand: 01.05.2026 • 08:12 Uhr Teils leben sie seit Jahrzehnten in den USA, haben sich dort ein Leben aufgebaut - bis sie in den Drittstaat Mexiko abgeschoben...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Aus USA abgeschobene Migranten Im Niemandsland in Mexiko Stand: 01. 2026 • 08:12 Uhr Teils leben sie seit Jahrzehnten in den USA, haben sich dort ein Leben aufgebaut - bis sie in den Drittstaat Mexiko abgeschoben werden. Viele Migranten stecken dort ohne Papiere und ohne Perspektive fest.
Von Jenny Barke , ARD Mexiko City Rolando, Chirino und Luis wissen nicht, wohin mit sich. Täglich treffen sich die drei Kubaner mit Hunderten anderen Migranten auf dem Hauptplatz von Tapachula, sitzen herum und träumen von ihrer Wahlheimat USA. Chirino vermisst seinen Enkel, er war 1980 nach Miami gekommen und arbeitete dort 40 Jahre als Elektriker.
Die Einzelheiten
Luis ärgert sich, dass er seine monatliche Rente von 2. 200 US-Dollar nicht mehr bekommt, er war 1966 mit seinem Vater nach Miami geflohen und führte dort seine eigene Tankstelle. Rolando lebte seit 1995 in Florida, seine fünf Kinder führen jetzt das von ihm gegründete Unternehmen für Klimaanlagen weiter.
Alle drei waren vor dem Sozialismus in Kuba geflohen und hatten sich in den USA ein Leben aufgebaut. Und alle drei haben einen kleinen Fehler gemacht, der ihnen zum Verhängnis wurde. Die US-Einwanderungsbehörde ICE, die seit Monaten für ihr brutales Vorgehen gegen Migranten in der Kritik steht, hatte auch sie am Arbeitsplatz besucht oder auf die Behörde bestellt: Rolando, weil er vor 30 Jahren beim Kiffen im Park erwischt wurde; Luis, weil er gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen hat; Chirino, weil er schon wegen Rauschmitteldelikten in Haft saß.
Nach der Festsetzung durch ICE folgten Monate in Abschiebezentren, wo ihnen ihre Papiere weggenommen wurden, dann die Übergabe an Mexiko und eine tagelange Busfahrt von der Nordgrenze in den Süden des Landes. 2025 Deportationen in den USA "Sie fragen sich: Bin ich als nächstes dran? " Die teils brachialen Abschiebungen haben das Leben vieler Migranten in den USA verändert und Angst ausgelöst.
Was Experten sagen
mehr Ohne Papiere in den Süden Mexikos Mexiko ist von den USA als sicheres Drittland eingestuft und eines der wichtigsten Zielländer für die Abschiebung von Migranten aus den USA. Schon unter der demokratischen Vorgängerregierung von Joe Biden wurde eine Vereinbarung mit Mexiko getroffen, mit der Mexiko sich bereit erklärt, monatlich bis zu 30. 000 Menschen aufzunehmen.
Anders als zu Zeiten Bidens kommen heute kaum noch Migranten aus anderen Staaten Lateinamerikas illegal über die mexikanische Grenze, die Mexiko direkt wieder in ihre Heimatländer zurückschicken kann. Jetzt kommen vor allem aus den USA abgeschobene Migranten nach Mexiko. Die Abgeschobenen werden in Städte wie Tapachula gebracht.
Die Stadt ganz im Süden Mexikos liegt an der Grenze zu Guatemala. Jahrelang galt der Ort als Nadelöhr für die Migration aus Mittelamerika, eine Transitzone, in der die wenigsten lange blieben. Heute ist das anders: Die hier Gestrandeten dürfen die Stadt nicht verlassen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





