
Insolvenz von Leuna-Werk: Subventionen retten nicht wirklich
Insolvenz von Leuna-Werk : Subventionen retten nicht wirklich Ein Kommentar von Stefan Paravicini 30.06.2026, 12:02Lesezeit: 3 Min. Insolvenz in Eigenverwaltung: Das Werk von Leuna Polyamid, vormals Domo...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Insolvenz von Leuna-Werk : Subventionen retten nicht wirklich Ein Kommentar von Stefan Paravicini 30. 2026, 12:02Lesezeit: 3 Min. Insolvenz in Eigenverwaltung: Das Werk von Leuna Polyamid, vormals Domo CaproleunadpaDas größte Chemiewerk am wichtigsten Chemiestandort in Ostdeutschland muss erneut Insolvenz anmelden.
Waren die kostspieligen Landeshilfen falsch? Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App So hatte sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) das sicher nicht vorgestellt, als er Anfang April im Kulturhaus in Leuna von einer guten Nachricht für das Land sprach. In letzter Minute hatten der Chemieparkbetreiber Infraleuna und der Mittelständler Leuna Harze eine Lösung für das Werk der insolventen Domo Caproleuna vorgestellt.
Die Einzelheiten
Mehr als 400 Arbeitsplätze schienen gerettet. Der Weiterbetrieb der Anlagen von Domo am wichtigsten Chemiestandort in Ostdeutschland schien gesichert. Doch jetzt hat das Werk wieder Liquiditätsprobleme.
Die gute Laune, die Anfang April im Kulturhaus in Leuna herrschte, das vor knapp hundert Jahren als Gesellschaftshaus der Ammoniakwerke Merseburg von BASF errichtet wurde, ist dahin. Die Lösung für Domo konnte Schulze auch als eigenen Erfolg verbuchen. Denn nach dem überraschenden Insolvenzantrag über die Weihnachtsfeiertage hatte er – damals noch als Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt – zusammen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Weiterbetrieb des Werks zu sichern.
Mit dem Kniff einer Ersatzvornahme zur Gefahrenabwehr übernahm das Land Kosten in Höhe von 80 Millionen Euro für den Notbetrieb der Anlagen, die im Falle eines abrupten Produktionsstopps bei winterlichen Temperaturen irreparablen Schaden zu nehmen drohten. Externer Inhalt von Opinary Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig. Dabei können personenbezogene Daten von Drittplattformen (ggf.
Was Experten sagen
USA) verarbeitet werden. Weitere Informationen . Externe Inhalte aktivieren Die Investorensuche blieb trotz der Hilfe aus Magdeburg erfolglos.
Die von Infraleuna und Leuna Harze als „Plan B“ gegründete Leuna Polyamid schuf zumindest eine Perspektive. Knapp drei Monate später hat jetzt aber auch die Auffanggesellschaft für das Werk einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Unter anderem hätten die Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten als Folge der Blockade an der Straße von Hormus dem Unternehmen in den vergangenen Wochen zugesetzt, erklärte die Geschäftsführung von Leuna Polyamid zur Begründung.
Kritik aus der Opposition und von ÖkonomenWenige Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hagelt es Kritik. Die Landesregierung habe versagt, schallt es aus der Opposition. Die Wettbewerbssituation von Massengütern aus der energieintensiven Grundstoffchemie an einem Standort wie Deutschland werde sich auch langfristig kaum verbessern, heißt es von Marktbeobachtern zu den Aussichten des Werks.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



