
Interview mit Psychiaterin: „Der leichtere Zugang zu Cannabis hat sehr wahrscheinlich zu mehr Psychosen geführt“
Interview mit Psychiaterin : „Der leichtere Zugang zu Cannabis hat sehr wahrscheinlich zu mehr Psychosen geführt“ Von Karin Truscheit 21.07.2026, 11:04Lesezeit: 8 Min. Nach der Messerattacke auf eine Kindergruppe in...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Interview mit Psychiaterin : „Der leichtere Zugang zu Cannabis hat sehr wahrscheinlich zu mehr Psychosen geführt“ Von Karin Truscheit 21. 2026, 11:04Lesezeit: 8 Min. Nach der Messerattacke auf eine Kindergruppe in Aschaffenburg im Januar 2025: Der Angeklagte, ein 28 Jahre alter Afghane, wird zum Auftakt des Sicherungsverfahrens im Oktober 2025 in den Gerichtssaal des Landgerichts Aschaffenburg geführt.
Ein Gutachter hat ihm wegen einer psychischen Erkrankung die Schuldunfähigkeit zum Tatzeitpunkt attestiert. AFPViele Täter, die mit massiver Gewalt auffallen, leiden unter Psychosen – wie inzwischen die meisten Neuzugänge in der forensischen Psychiatrie. Eine Professorin spricht im Interview über einen besorgniserregenden Trend.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Frau Professor Gouzoulis-Mayfrank, bei vielen Gewalttaten im öffentlichen Raum wurden bei den Tätern psychische Erkrankungen wie Schizophrenie, Psychosen oder schwere Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert. Wieso kann eine Psychose dazu führen, dass jemand mit einer Axt auf andere Menschen einschlägt? Bei einer Psychose entwickelt der Betroffene oft Wahnvorstellungen, die er als absolut real empfindet.
Diese Person wähnt sich in großer Gefahr. Der Angriff auf andere ist dann – subjektiv gesehen – eine Abwehrhandlung. Manchmal kommen auch akustische Halluzinationen dazu, diese Menschen hören Stimmen, die ihnen zum Beispiel Befehle geben und sie bedrängen, jemanden anzugreifen.
Es sind psychische Ausnahmesituationen, in denen sich diese Betroffenen befinden. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Kennen Sie einen solchen Fall aus Ihrer Klinik?
Was Experten sagen
Ich erinnere mich an eine Patientin, die ihren Mann angegriffen hat, als er schlief. Sie hat ihn mit Messerstichen fast getötet. Sie war in ihrem Wahn davon überzeugt, dass der Teufel leibhaftig in den Mann eingedrungen war.
Sie hat also versucht, mit diesem Messerangriff ihren Mann vom Teufel zu befreien. Kann man die Betroffenen mit Argumenten überzeugen, dass ihre Vorstellungen nicht real sind? Es geht manchmal, wenn der Wahn gerade im Entstehen und noch nicht gefestigt oder wenn er unter der Behandlung am Abklingen ist.
Aber auf dem Höhepunkt des Wahnerlebens sind diese schwer erkrankten Menschen überhaupt nicht in der Lage, ihre Überzeugungen zu reflektieren; sie sind für Argumente nicht zugänglich. Nach der Amokfahrt von Leipzig Anfang Mai, bei der zwei Menschen getötet wurden, erinnern Blumen und Kerzen in der Fußgängerzone an die Opfer. dpaDa es in letzter Zeit so viele dieser Fälle gab – haben diese Diagnosen zugenommen?
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



