
Iran-Verhandlungen: Alles wieder auf null?
Iran-Verhandlungen : Alles wieder auf null? Von Thomas Gutschker , Sofia Dreisbach 11.05.2026, 14:48Lesezeit: 3 Min. Titelseite der iranischen Zeitung „Jameiam“ vom 10. Mai mit einer Karikatur Donald TrumpsAPTrump hat...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Iran-Verhandlungen : Alles wieder auf null? Von Thomas Gutschker , Sofia Dreisbach 11. 2026, 14:48Lesezeit: 3 Min.
Titelseite der iranischen Zeitung „Jameiam“ vom 10. Mai mit einer Karikatur Donald TrumpsAPTrump hat Irans Antwort auf den jüngsten Vorschlag für einen Frieden scharf zurückgewiesen. Eine Eskalation will er aber nicht.
Die Einzelheiten
Die EU-Außenminister erörtern neue Sanktionen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der republikanische Senator Lindsey Graham, einer der lautesten Befürworter des Irankriegs, forderte nach der iranischen Antwort auf den jüngsten Vorschlag für einen Friedensplan sogleich eine Eskalation. Er wisse Donald Trumps Bemühungen um eine diplomatische Lösung zu schätzen, schrieb Graham auf der Plattform X.
Doch angesichts des iranischen Verhaltens sei es nun Zeit für einen „Kurswechsel“. Gemeint war die Wiederaufnahme von Kampfhandlungen im Nahen Osten. Der amerikanische Präsident selbst hatte zu diesem Zeitpunkt gerade wieder einmal über Teheran geschäumt: Die Antwort auf den Vorschlag sei „völlig unannehmbar“ und „unangemessen“, äußerte er am Sonntagabend.
Sie gefalle ihm nicht. Doch im Gegensatz zu Graham verzichtete Trump auf eine weitere rhetorische Eskalation. Dass der Präsident die iranischen Bedingungen ablehnt, macht einen baldigen dauerhaften Frieden im Nahen Osten unwahrscheinlich.
Was Experten sagen
Aber Trump hat dieser Tage wenig Interesse daran, die offiziell schon für beendet erklärte Militäroperation „Epic Fury“ wieder aufzunehmen, im Gegenteil. Historisch unbeliebter Krieg bei AmerikanernIn der vergangenen Woche versicherte die Regierung bei jeder sich bietenden Gelegenheit, auch die gegenseitigen Angriffe in Reaktion auf iranische Attacken auf Kriegsschiffe in der Straße von Hormus seien keine Verletzung der vereinbarten Waffenruhe. Die Lage ist festgefahren.
Im eigenen Land ist der Krieg laut Umfragen so unbeliebt wie der Irakkrieg auf seinem Höhepunkt 2006 und der Vietnamkrieg in den frühen Siebzigerjahren. Nur knapp ein Drittel aller Amerikaner ist der Meinung, es sei richtig gewesen, die militärische Auseinandersetzung mit Iran zu suchen. Die Auswirkungen sind auch in den Vereinigten Staaten zu spüren: Die Benzinpreise sind seit Kriegsbeginn im Schnitt um mehr als 1,50 Dollar pro Gallone gestiegen.
Hinzu kommt, dass Trump am Mittwochnachmittag beim chinesischen Machthaber Xi Jinping in Peking eintreffen soll und vorher kein Interesse an einer Eskalation haben dürfte. China ist einer der Hauptabnehmer iranischen Öls, hat es in dem Konflikt bislang aber vermieden, sich offen auf eine Seite zu schlagen. Was stand in Irans Antwort?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




