
Irankrieg: Europa bleibt Zaungast
Irankrieg : Europa bleibt Zaungast Ein Kommentar von Nikolas Busse 11.05.2026, 17:54Lesezeit: 1 Min. Containerschiffe Anfang Mai in der Straße von Hormus vor der iranischen Hafenstadt Bandar AbbasdpaDie Blockade der...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Irankrieg : Europa bleibt Zaungast Ein Kommentar von Nikolas Busse 11. 2026, 17:54Lesezeit: 1 Min. Containerschiffe Anfang Mai in der Straße von Hormus vor der iranischen Hafenstadt Bandar AbbasdpaDie Blockade der Straße von Hormus schädigt auch die Wirtschaft in Europa, aber die EU handelt nicht.
Da helfen auch keine Mehrheitsentscheidungen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Nachrichten, die vom Golf kommen, werden nicht wirklich besser. Das diplomatische Hin und Her zwischen Washington und Teheran, das über Pakistan abgewickelt wird, hat übers Wochenende wieder keine Lösung gebracht; nur einzelne Tanker schaffen es derzeit durch die Straße von Hormus.
Die Einzelheiten
In dieser Lage beraten die EU-Außenminister in Brüssel ‒ und beschließen erst mal nichts Handfestes. Wie so oft, muss man leider hinzufügen. Im Irankrieg klaffen Anspruch und Wirklichkeit der europäischen Außenpolitik besonders weit auseinander.
Seit vielen Jahren will die EU ein „Spieler“ sein im Nahen Osten im Allgemeinen und im Atomstreit im Besonderen, aber sie begnügt sich wieder und wieder mit der Rolle des Zaungastes. Sanktionen verschärfen? Die Blockade der Straße von Hormus dauert nun schon zehn Wochen, die wirtschaftlichen Folgen sind auch in Europa spürbar.
Trotzdem zögern die Minister, die Sanktionen gegen Iran sofort zu verschärfen. Dass Trump den Krieg, der „nicht unserer“ ist, doch zu Ende führt? Dass die Iraner ihr neues Machtmittel zum Erhalt der „regelbasierten Ordnung“ selbst wieder aus der Hand geben?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




