
Islamfeindlichkeit: Netzwerk berichtet von massivem antimuslimischem Rassismus
Lagebild zu Islamfeindlichkeit in Deutschland Netzwerk berichtet von massivem antimuslimischem Rassismus 4096 antimuslimische Vorfälle hat das Netzwerk Claim im vergangenen Jahr dokumentiert. Es geht von einer hohen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Lagebild zu Islamfeindlichkeit in Deutschland Netzwerk berichtet von massivem antimuslimischem Rassismus 4096 antimuslimische Vorfälle hat das Netzwerk Claim im vergangenen Jahr dokumentiert. Es geht von einer hohen Dunkelziffer aus – nicht nur bei körperlicher Gewalt. 20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Muslime beim Opferfest in einer Berliner Moschee Foto: Christoph Soeder / dpa Beleidigungen, Diskriminierung, aber auch körperliche Gewalt: Das Netzwerk CLAIM hat für das Jahr 2025 4096 antimuslimische Vorfälle dokumentiert. Darunter waren laut dem aktuellen Lagebild 214 Körperverletzungen.
Die Einzelheiten
CLAIM steht für Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit. Das Bündnis vernetzt zivilgesellschaftliche Akteure, dokumentiert bundesweit antimuslimische Übergriffe und Diskriminierungen und qualifiziert Beratungs- und Meldestellen. Das Lagebild ist nicht repräsentativ.
Es basiert auf Meldungen von Beratungs- und Meldestellen sowie communitybasierten Initiativen aus 15 Bundesländern. Hinzu kommen beispielsweise bundesweite Fallzahlen der politisch motivierten Kriminalität, sowie Vorfälle aus Polizeipressemitteilungen und Medienberichten. CLAIM geht von einem hohen Dunkelfeld aus.
Insbesondere im schulischen Kontext, aber auch im Kontakt mit Behörden oder der Polizei bestünden »hohe Meldehürden« für Betroffene. Angst vor RepressionenWas Diskriminierung, Beleidigung oder Volksverhetzung angeht, sei ein gewisser Gewöhnungseffekt zu beobachten. So heißt es in dem bundesweiten Lagebild: »Gleichzeitig zeigt sich, dass alltägliche Formen von Rassismus zunehmend seltener gemeldet werden, da wiederholte Diskriminierungserfahrungen häufig zu einer schleichenden Normalisierung führen.
Was Experten sagen
« Das bedeute aber nicht, dass die Betroffenen keinen Leidensdruck verspürten, vielmehr beeinträchtigten diese Erfahrungen nachhaltig ihre Lebensqualität und ihr Sicherheitsgefühl. Es herrsche ein Klima der Angst. Zudem sei eine zunehmende Resignation unter den Betroffenen zu beobachten.
Im schulischen Bereich würden Vorfälle häufig nicht gemeldet, weil Eltern Angst vor Repressionen hätten. Die 4096 verifizierten Fälle von antimuslimischem Rassismus oberhalb und unterhalb der Strafbarkeitsgrenze sind nicht direkt mit den Daten des Vorjahres vergleichbar, da sich inzwischen mehr Beratungsstellen an der Erhebung beteiligen. 2024 waren von den mit dem Netzwerk kooperierenden 26 Beratungsstellen in 13 Bundesländern 3080 Fälle dokumentiert worden.
Im vergangenen Jahr beteiligten sich 38 Stellen in 15 Ländern. Mehr zum Thema Fastenmonat Ramadan: »Für viele ist es schwer geworden, ihre religiöse Praxis frei von Ängsten auszuleben« Ein Interview von Merlin Menze RIAS-Bericht für 2025: Antisemitismus breitet sich aus – wo bleibt der Aufschrei?
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