
Parken in Städten: Neuwagen werden pro Jahr 1,2 Zentimeter länger
Studie einer Umweltorganisation Neuwagen werden pro Jahr 1,2 Zentimeter länger Der Trend zu größeren Autos verschärft sich. Laut einer Studie dürften bis 2040 allein auf Berliner Straßen rund 100.000 weniger parkende...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Studie einer Umweltorganisation Neuwagen werden pro Jahr 1,2 Zentimeter länger Der Trend zu größeren Autos verschärft sich. Laut einer Studie dürften bis 2040 allein auf Berliner Straßen rund 100. 000 weniger parkende Pkw passen.
Verbände fordern Obergrenzen, Extragebühren und SUV-freie Zonen. 34 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ein SUV parkt vor einem kleinen Auto in der Friedrichstraße in Berlin Foto: Dirk Sattler / IMAGO In Städten einen Parkplatz zu finden, kann zu den frustrierenden Momenten bei Autofahrenden gehören. Laut einer aktuellen Studie wird sich dieses Problem wohl weiter verschärfen – weil die Autos immer länger werden. Die Länge in Europa neu verkaufter Autos hat seit dem Jahr 2000 jährlich im Durchschnitt um 1,2 Zentimeter zugenommen, wie eine Untersuchung der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) zeigt .
Auch die Breite der Fahrzeuge und die Höhe der Motorhauben steigen demnach Jahr für Jahr an, jeweils um einen halben Zentimeter. T&E prognostiziert, dass Städte bei einer Fortsetzung des derzeitigen Trends bis zum Jahr 2040 zwischen 8,5 bis 14 Prozent ihrer Parkflächen verlieren werden – weil ein Auto oft mehr als einen normal großen Stellplatz ausfüllt. Am Beispiel Berlins heiße das, auf den Straßen der Stadt könnten allein deswegen 71.
500 Pkw weniger abgestellt werden als heute. Bild vergrößern Ein SUV parkt hinter einem kleinen Auto Foto: Dirk Sattler / IMAGO Zudem werde der Trend zu immer größeren Autos zu einem Anstieg von Verkehrstoten führen, insbesondere bei besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern wie Kindern, Fußgängern und Fahrradfahrern. T&E bezieht sich für diese Schätzung auf eine Studie aus dem Jahr 2023, die einen Zusammenhang zwischen einer höheren Motorenhaube und dem Risiko für tödliche Unfälle mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern attestierte.
Was Experten sagen
Deutsche Umwelthilfe möchte übergroße Autos aus Innenstädten verbannenDie an der Studie beteiligte Organisation Clean Cities forderte, das Wachstum der Neuwagen aufzuhalten. So solle die Europäische Union in ihren Pkw-Standards Obergrenzen einführen und in ihrer CO2-Regulierung nur noch elektrische Kleinwagen bevorzugen. Zudem sollten nationale Regierungen und Kommunen die Kfz-Steuern und Parkgebühren nach Fahrzeuggröße staffeln.
Ähnlich äußerte sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Sie forderte alle deutschen Städte auf, übergroße SUVs und Pick-ups aus den dicht besiedelten Innenstädten zu verbannen. »Immer größere Autos blockieren zunehmend Gehwege und Grünflächen und machen Unfälle tödlicher – besonders für Kinder, Ältere und Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind«, sagt DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch.
Dem einen Riegel vorzuschieben, sei »nichts als Notwehr«.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





