
Israel will den Südlibanon weiter besetzen
Trotz Waffenruhe mit Iran Israel will den Südlibanon weiter besetzen Der israelische Verteidigungsminister hat angekündigt, an den umstrittenen »Sicherheitszonen« im Süden Libanons festzuhalten. Zuvor hatten israelische...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Trotz Waffenruhe mit Iran Israel will den Südlibanon weiter besetzen Der israelische Verteidigungsminister hat angekündigt, an den umstrittenen »Sicherheitszonen« im Süden Libanons festzuhalten. Zuvor hatten israelische Streitkräfte bereits den Süden des Landes verwüstet. 54 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Israelische Angriffe in Südlibanon: Anhaltende Gefahr Foto: Gil Cohen-Magen / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat angekündigt, dass sich die israelische Armee vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen werde.
Katz reagierte damit auf das geplante Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran, das am Freitag in Genf unterzeichnet werden soll. In Israel werde damit gerechnet, dass eine mögliche Waffenruhe zwischen Washington und Teheran mit Forderungen nach einem Ende der Kämpfe gegen die libanesische Hisbollah verknüpft werden könnte. Katz erklärte, er sei sich mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu einig, dass die Armee ohne zeitliche Begrenzung in »Sicherheitszonen« im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen bleiben solle, um von dort aus Grenzen und israelische Gemeinden zu schützen.
Diese Zonen bezeichnete Katz als »größte Errungenschaften« der Armee in diesem Krieg. Israel lehne einen Rückzug aus dem Libanon trotz bestehenden und erwarteten Drucks ab. Zugleich warnte Katz, Israel werde mit »voller Wucht« reagieren, sollte Iran das Land wegen »der Ereignisse im Libanon« angreifen.
Was Experten sagen
Massive Angriffe im LibanonIm Libanon bleibt unterdessen die Sorge vor neuen israelischen Angriffen groß. Die Stadt Nabatija rief Anwohner auf, wegen anhaltender Gefahr »unter keinen Umständen« in ihre Häuser zurückzukehren. Augenzeugen und die Staatsagentur NNA berichteten zudem, Israel habe Angriffe im Süden auch nach der Verkündung des vorläufigen US-Iran-Abkommens fortgesetzt.
Eine Bestätigung aus Israel gab es zunächst nicht. In der Region um Nabatija kommt es seit Wochen zu Kämpfen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah. Mehr zum Thema Nach Vertreibung der Hisbollah: Israel verwüstet den Südlibanon – wie Gaza Von Anna-Lena Kornfeld, Christoph Reuter und Achim Tack Angriffe auf Hisbollah-Miliz: Israel macht im Libanon denselben Fehler wie in Gaza Der SPIEGEL-Leitartikel von Christoph Reuter Gleichzeitig machten sich nach Beobachtungen vor Ort einzelne Geflüchtete trotz der Gefahr auf den Rückweg: Auf Schnellstraßen Richtung Süden waren Autos zu sehen, beladen mit Matratzen und Gepäck.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





