
Israels Linke nach dem Rechtsruck im Land unter Druck
Rechtsruck im Land Was von Israels Linke übrig blieb Stand: 01.05.2026 • 16:26 Uhr In Israel links zu sein hat immer bedeutet, sich für Frieden mit den Palästinensern einzusetzen. Doch das Land hat einen massiven...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Rechtsruck im Land Was von Israels Linke übrig blieb Stand: 01. 2026 • 16:26 Uhr In Israel links zu sein hat immer bedeutet, sich für Frieden mit den Palästinensern einzusetzen. Doch das Land hat einen massiven Rechtsruck erlebt.
Was ist von der Linken und ihrer Hoffnung geblieben? Von Lissy Kaufmann , ARD-Hauptstadtstudio Die Suche nach Israels Linken führt auf den "Friedensgipfel des Volkes": eine Veranstaltung in Tel Aviv mit Nichtregierungsorganisationen, die sich für Frieden einsetzen. Hier trifft man die israelische Linke - oder besser: das, was von ihr übrig geblieben ist.
Die Einzelheiten
Mittendrin: die Friedensaktivistin Mika Almog. Sie sagt: "Was wir heute sehen, ist, dass das Konzept Frieden ganz bewusst über die Jahre von der nationalen Agenda gestrichen wurde. " Frieden mit den Palästinensern, ein Ende der israelischen Besatzung, eine Zweistaatenlösung: Es waren mal Ideen, die Mika Almogs Großvater Schimon Peres in den 1990er-Jahren vorangetrieben hat.
Zusammen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Izchak Rabin und mit dem Palästinenser Jassir Arafat bekam er dafür den Friedensnobelpreis. 1995 ermordete ein jüdischer Extremist Rabin. "Heute haben wir eine ganze Generation, die nie eine Debatte über Frieden erlebt hat.
Was sie gesehen hat, sind viele Kriege", sagt Almog. Gesellschaft rückt seit Jahren nach rechts Auch die politische Beraterin und Meinungsforscherin Dahlia Scheindlin beobachtet einen Rechtsruck. Sie sagt: Nur noch 20 bis 25 Prozent der Israelis befürworteten eine Zweistaatenlösung.
Was Experten sagen
"Die israelische Gesellschaft rückt seit Jahren nach rechts. Das zeigt sich in Umfragen, wie sich die Menschen selbst definieren, vor allem seit Netanjahu an der Macht ist. " Benjamin Netanjahu, Israels Langzeit-Ministerpräsident: 1996 übernahm er das Amt das erste Mal.
Seit 2009 regiert er durch, mit kurzer Unterbrechung. Er hetzt immer wieder gegen Linke und hat mit dafür gesorgt, dass sie als Verräter beschimpft werden. 2026 Neues Wahlbündnis in Israel Eine Allianz gegen Netanjahu Zwei frühere israelische Premiers wollen bei der nächsten Wahl zusammen gegen Netanjahu antreten.
mehr "Es ist für junge Leute schwer" Linke wie der ehemalige Abgeordnete Mossi Raz von der links-grünen Partei Meretz. "Ich war mit meiner Familie letzten Winter in der Schweiz, und auf einem Gipfel kommt ein Israeli zu mir und nennt mich einen Anti-Israeli. Es ist heute für junge Menschen sehr schwer, linke Ideen zu äußern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





