
Italo: EVG warnt vor Abkopplung von 16 Städten vom Bahn-Fernverkehr
Bahngewerkschaft EVG warnt Italo-Einstieg könnte 16 Städte vom Fernverkehr abkoppeln Der italienische Zugbetreiber Italo will ab 2028 der Deutschen Bahn Konkurrenz machen – auf Hauptstrecken wie München-Hamburg....
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Bahngewerkschaft EVG warnt Italo-Einstieg könnte 16 Städte vom Fernverkehr abkoppeln Der italienische Zugbetreiber Italo will ab 2028 der Deutschen Bahn Konkurrenz machen – auf Hauptstrecken wie München-Hamburg. Bahngewerkschaftler befürchten, dass das zulasten kleinerer Städte geht. 28 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Italo-Zug in einem Bahnhof in Rom: Rote Hochgeschwindigkeitszüge aus Italien sollen Deutscher Bahn Konkurrenz machen Foto: Maurizio Brambatti/ dpa Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG warnt vor Verschlechterungen im deutschen Fernverkehr, wenn das italienische Bahunternehmen Italo hierzulande in den Markt einsteigt . Mindestens 16 Städte könnten vom ICE- und IC-Verkehr abgekoppelt werden, heißt es in einer Analyse der Gewerkschaft, die der »Bild am Sonntag « vorliegt.
Die Einzelheiten
Italo will ab 2028 mit 30 Zügen in den deutschen Markt einsteigen, unter anderem auf den hochprofitablen Strecken München-Dortmund und München-Hamburg. »Wenn Italo hier Rosinenpickerei betreiben darf und die Bahn von den Hauptstrecken verdrängt wird, zerlegt das unseren Fernverkehr«, warnte EVG-Chef Martin Burkert in dem Bericht. Die Deutsche Bahn könne dann Fernzugverbindungen in der Provinz weniger quersubventionieren.
»Städte werden abgehängt, Wege werden länger«, warnte Burkert. Die Kunden müssten dann künftig mit langsamen Regio-Zügen zu einem Fernzug-Bahnhof pendeln. Bisher binde die Deutsche Bahn viele Orte an den Fernverkehr an, weil dies politisch gewollt sei, obwohl sich die Verbindungen nicht rechneten, argumentiert die EVG.
Dies funktioniere nur als Mischkalkulation zusammen mit den profitablen Hauptstrecken. Wenn die Bahn weniger Verbindungen auf Hauptstrecken anbieten könne, sei dies nicht mehr möglich, so die Gewerkschaft. EVG fordert, neue Anbieter müssten auch auf Nebenstrecken fahrenLaut der EVG-Analyse würde ein Italo-Markteintritt an den Bahnhöfen Aachen, Augsburg, Bamberg, Chemnitz, Cottbus, Freiburg, Ingolstadt, Jena, Magdeburg, Münster, Norddeich Mole, Osnabrück, Rostock, Saarbrücken, Schwerin und Singen massive Auswirkungen auf den Fernverkehr haben.
In Trier würde demnach eine geplante IC-Anbindung wegfallen. Mehr zum Thema Fernverkehr mit Flixtrain und Italo: Die Bahn bekommt Konkurrenz – von gleich zwei Zugbetreibern Von David Böcking, Martin Hesse und Gerald Traufetter Fernverkehr: Bahn-Herausforderer Italo bremste bei Marktöffnung in Italien Von David Böcking und Gerald Traufetter Viermal mehr Züge ab 2028: Flixtrain plant Attacke auf die Deutsche Bahn Von David Böcking und Martin Hesse Burkert sieht Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) in der Pflicht: »Der Verkehrsminister darf nicht einfach die Hände in den Schoß legen, sondern muss den Wettbewerb fair gestalten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





