
Jagd auf Wölfe: Artenschutz kennt Grenzen
Jagd auf Wölfe : Artenschutz kennt Grenzen Ein Kommentar von Ralf Euler 14.07.2026, 08:29Lesezeit: 4 Min. Gekommen, um zu bleiben: Kaum ein Wildtier polarisiert in Deutschland so sehr wie der Wolf.dpaDer Wolf ist...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Jagd auf Wölfe : Artenschutz kennt Grenzen Ein Kommentar von Ralf Euler 14. 2026, 08:29Lesezeit: 4 Min. Gekommen, um zu bleiben: Kaum ein Wildtier polarisiert in Deutschland so sehr wie der Wolf.
dpaDer Wolf ist zurück, und das ist zunächst eine gute Nachricht für den Artenschutz. Doch in einem dicht besiedelten Land kann der Schutz des Raubtiers nicht grenzenlos sein. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der deutschen Naturdebatten, dass sie oft dort ins Schwärmerische kippen, wo Nüchternheit am nötigsten wäre.
Die Einzelheiten
Kaum ein Tier steht so sehr für diese sentimentale Neigung wie der Wolf. Seine Rückkehr wird von vielen als kleine Wiedergutmachung der Geschichte gefeiert, als Triumph der Wildnis über die Zivilisation, als Zeichen dafür, dass die moderne Gesellschaft dem Verdrängten wieder Raum gibt. Daran ist zunächst nichts falsch.
Der Wolf ist ein heimisches Wildtier. Dass er nach Deutschland und auch nach Hessen zurückgekehrt ist, ist biologisch interessant und naturschutzpolitisch bemerkenswert. Nur folgt daraus keineswegs, dass jede weitere Ausbreitung gutzuheißen oder dass grundsätzlich jeder Eingriff moralisch unvertretbar wäre.
Gerade der hessische Wolfsmanagementplan, der den Abschuss von bis zu 40 Prozent der Jungwölfe vorsieht, erinnert daran, was in der aufgeheizten Debatte gern verdrängt wird: Artenschutz ist kein Absolutwert. Er findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft, in einem Land mit Weidewirtschaft, Dörfern, Verkehrsachsen, Freizeitnutzung und berechtigten Sicherheitsinteressen der Bevölkerung. Deutschland ist nicht die Taiga, Hessen nicht die Tundra.
Was Experten sagen
Wer über den Wolf spricht, sollte das nicht vergessen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Ein Raubtier braucht Schutz und RegulierungDer entscheidende Denkfehler vieler Wolfsfreunde liegt in der Verwechslung von Rückkehr und Herrschaft.
Ja, der Wolf darf da sein. Nein, daraus folgt nicht, dass er sich ungehindert vermehren und ausbreiten soll. Ein erfolgreich zurückgekehrtes Raubtier braucht, sobald es sich etabliert hat, nicht nur Schutz, sondern Regulierung.
Das ist kein Widerspruch zum Naturschutz, sondern dessen Fortsetzung unter veränderten Bedingungen. Der Schutz eines Bestandes dient dem Erhalt einer Art. Wenn dieser Bestand stabil ist oder rasch wächst, stellt sich zwangsläufig die nächste Frage: Wie wird das Leben neben- und miteinander organisiert, ohne dass die Lasten einseitig auf Landwirte, Schäfer und die Bewohner ländlicher Regionen abgewälzt werden?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





