
JIM-Plus-Studie: Jugendliche erleben Social Media als Drahtseilakt
JIM-Plus-Studie zu digitalem Wohlbefinden Jugendliche erleben Social Media als Drahtseilakt zwischen Inspiration und Belastung Intensiver Austausch und schnelle Informationen – aber auch Hass, Mobbing, Fake News und...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. JIM-Plus-Studie zu digitalem Wohlbefinden Jugendliche erleben Social Media als Drahtseilakt zwischen Inspiration und Belastung Intensiver Austausch und schnelle Informationen – aber auch Hass, Mobbing, Fake News und drastische Bilder: Für Jugendliche ist Social Media einer Studie zufolge eine ständige Achterbahnfahrt. 16 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (7 Minuten) 7 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Teenager mit Smartphone (Symbolbild) Foto: Annette Riedl / dpa Ungewollte Nacktbilder, Mobbing und drastische Gewaltdarstellungen empfinden Jugendliche beim Scrollen durch Social Media als besonders belastend. Der Kontakt mit problematischen Inhalten ist für viele längst Teil ihrer Lebenswelt. Das geht aus der in Mainz vorgestellten repräsentativen JIM-Plus-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest hervor .
Die Einzelheiten
Die Studie hat das digitale Wohlbefinden 14- bis 17-Jähriger in Deutschland untersucht und bezeichnet ihren Umgang mit Social Media als einen »Drahtseilakt zwischen Inspiration und Belastung«. Das Auf und Ab von positiven und belastenden Erfahrungen gleiche für viele einer Achterbahnfahrt. Wie wichtig sind digitale Medien für das Wohlbefinden?
Soziale Beziehungen mit Freunden, im Sport und in der Familie spielen für das persönliche Wohlbefinden der Befragten eine zentrale Rolle. Auf Social Media unterwegs sein, nennt nicht einmal jeder Fünfte als eine von drei Top-Wohlfühlaktionen. Bei Sorgen und Belastungen greifen Jugendliche demnach vor allem zu Musik und suchen Gespräche mit vertrauten Personen.
Nur zwölf Prozent nutzen den Austausch mit KI-Chatbots. Social Media als Ablenkung ist vorwiegend für Mädchen und über 16-Jährige eine Strategie – jeweils für mehr als die Hälfte. Was macht das Scrollen mit jungen Menschen?
Was Experten sagen
72 Prozent geben an, dass Social Media sie von Dingen ablenkt, die sie eigentlich tun sollten. 55 Prozent berichten, ihnen fehle dadurch Zeit für Erholung und Freizeitaktivitäten; genauso viele haben das Gefühl, ihre Zeit auf Social Media zu verschwenden. 61 Prozent sind wegen der KI-Inhalte verunsichert, was real ist und was nicht.
Und 40 Prozent haben das Gefühl, ihre Konzentration lasse nach. Fast zwei Drittel der Nutzenden vergleichen sich automatisch mit anderen. Gut die Hälfte hat dabei den Eindruck, »dass andere ein besseres Leben führen als ich«.
Mädchen nutzen soziale Netzwerke demnach häufiger als Jungen, berichten zugleich aber auch häufiger von Vergleichsdruck und geben deutlich öfter an, sich im eigenen Körper unwohl zu fühlen Bild vergrößern Gerade Mädchen empfinden einen hohen Vergleichsdruck (Symbolbild) Foto: Annette Riedl / dpa Was erleben sie als positiv? Social Media und dabei vor allem YouTube, Instagram, TikTok und Snapchat spielen für das digitale Wohlbefinden junger Menschen die zentrale Rolle.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





