
Julia Lehners Verabschiedung: Bröckelt die CSU-Unterstützung für Wolfram Weimer?
Julia Lehners Verabschiedung : Bröckelt die CSU-Unterstützung für Wolfram Weimer? Von Nikolai Ott 05.05.2026, 15:52 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Kein Bahnticket nach Berlin, sondern ein anderes...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Julia Lehners Verabschiedung : Bröckelt die CSU-Unterstützung für Wolfram Weimer? 2026, 15:52 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Kein Bahnticket nach Berlin, sondern ein anderes Abschiedsgeschenk: Julia Lehner mit Markus Söder und weiteren hohen Gästen aus der Region.
Ludwig Olah Die Nürnberger Kulturbürgermeisterin Julia Lehner wird in den politischen Ruhestand verabschiedet. Auch Ministerpräsident Söder reist für sie an und lässt durchblicken, dass sie eigentlich ein guter Weimer-Ersatz wäre. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Bäume umarmen war vorgestern, und auch das massenmediale Teilen von Essensbildern, die unter #söderisst in den sozialen Medien kursierten, hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder jüngst eingestellt.
Die Einzelheiten
In der wieder entdeckten Ernsthaftigkeit, die zwischen Rostbratwurst und performativem Umweltschutz verloren ging, konzentriert sich Söder nun auf die Personalpolitik. Vorletzte Woche hat er Ilse Aigner auf die Reise nach Berlin geschickt, erste Bundespräsidentin soll die einstige Konkurrentin um das Ministerpräsidentenamt nun werden. Doch um ein solch „vergiftetes Geschenk“, das man Söder im Umgang mit der bayerischen Landtagspräsidentin unterstellte, ging es im Schauspielhaus des Nürnberger Staatstheaters am Montag nicht.
An dem Abend, der unter musikalischer Begleitung stilvoll begann, wurde die Nürnberger Kulturbürgermeisterin Julia Lehner in den Ruhestand verabschiedet. Mehr als 25 Jahre hat sie die Kulturpolitik als Stadträtin, Dezernentin und zweite Bürgermeisterin so erfolgreich geprägt, dass der Ministerpräsident, der bekannte, dem Absitzen von Wagner-Opern einen Gang ins Stadion vorzuziehen, zum finalen „Grüß Gott“ aus der Landeshauptstadt anreiste. Grüß Gott an Lehner, Servus an Weimer Dass er es mit seiner durchsetzungsstarken Parteifreundin, dem „hellsten Stern am bayerischen Kulturhimmel“, die die Marke Dürer in Nürnberg und der Welt neu inszeniert hat, und aus dem nationalsozialistischen Ort der Unkultur eine Kulturstätte zu machen gesucht hat , nicht immer leicht hatte, wollte Söder nicht verheimlichen.
Die Kultur wolle von der Politik gefördert werden, und das, obwohl sie sich ja oft als „Stachel im Fleisch“ der Politiker begreife. Eine Gleichzeitigkeit, die man in Bayern aushalte, nein sogar fördere, so Söder. Einen Sparkurs wie im Bund würde es mit ihm im Freistaat nicht geben.
Was Experten sagen
Extra aus München angereist: Markus Söder. Ludwig Olah Der Machtpolitiker Söder kannte auch an diesem Abend sein Publikum, die Kulturbeflissenen und Gebildeten unter der fränkischen Prominenz, die den großen Saal der Nürnberger Kammerspiele füllten. Auch sonst winkte Söder in seinem landesväterlichen Dauerwahlkampf immer wieder mit dem Zaunpfahl nach Berlin.
Mit Augenzwinkern erklärte der Ministerpräsident, dass die „Ikone“ Lehner den „Job im Kanzleramt“ auch „locker“ gekonnt hätte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





