
Kampf gegen KI-Datacenter: Das Comeback der Maschinenstürmer
Kampf gegen KI-Datacenter : Das Comeback der Maschinenstürmer Von Harald Staun 11.07.2026, 18:43Lesezeit: 9 Min. Ein Datenzentrum von Meta in Newton County.Dustin Chambers/The New York Times/Redux/LaifViele Amerikaner...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Kampf gegen KI-Datacenter : Das Comeback der Maschinenstürmer Von Harald Staun 11. 2026, 18:43Lesezeit: 9 Min. Ein Datenzentrum von Meta in Newton County.
Dustin Chambers/The New York Times/Redux/LaifViele Amerikaner wollen keine KI-Rechenzentren in ihrer Nachbarschaft. Der Protest wächst rasant – und könnte zum zentralen Wahlkampfthema werden. Was treibt die Rebellen an?
Die Einzelheiten
Und was können sie erreichen? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das schöne Wort Sabotage kommt von „Sabot“, dem französischen Wort für „Holzschuh“ – und dass es heute den Akt bezeichnet, Maschinen lahmzulegen, verdankt sich, wenn man der Legende glauben darf, einer durchaus innovativen Idee französischer Feldarbeiter zu Zeiten der industriellen Revolution: Sie warfen ihre Sabots in die Mäh- und Dreschmaschinen, um gegen die Mechanisierung zu protestieren. Heute werden die französischen Saboteure meistens als traurige Gestalten dargestellt, als Nachfahren Don Quichotes, der mit Lanzen gegen Windmühlen kämpfte.
Vor allem aber ihre englischen Zeitgenossen, die Ludditen, Anhänger des fiktiven Rebellen Ned Ludd, sind bis heute ein Synonym für naive Maschinenstürmer, die glauben, den unvermeidlichen Lauf der Dinge aufhalten zu können. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Dass dieses Bild ein Irrtum ist, hat die historische Forschung längst widerlegt, und trotzdem hält sich das Klischee von den einfältigen Fortschrittsfeinden, die verzweifelt gegen den falschen Feind kämpfen, hartnäckig.
Auch in der aktuellen Debatte um die Technologie, die im allgemeinen Sprachgebrauch noch immer seltsam unironisch mit dem euphemistischen Marketingbegriff „Künstliche Intelligenz“ bezeichnet wird, hält man es gerne all jenen entgegen, die den Wettlauf schnellstmöglicher „Skalierung“ – auch so ein größenwahnsinniges Volldampfwort der Tech-Branche – nicht ganz so unvermeidlich finden. Und nicht einmal die Kritiker weisen das Klischee zurück: Die meisten legen Wert darauf, zu beteuern, sie seien keine Maschinenstürmer, keine Ludditen. 75 geplante Rechenzentren gestopptWenn aber nicht alles täuscht, könnte sich das bald ändern.
Denn der Unmut, der sich bisher eher diffus gegen die rasante Ausbreitung von KI in allen Lebensbereichen regte, ist gerade dabei, in eine bemerkenswerte Welle des Protests umzuschlagen – und vieles deutet darauf hin, dass sie so schnell nicht wieder verebben wird. Denn der „AI Backlash“ äußert sich mittlerweile nicht nur in einzelnen, zum Teil militanten Verzweiflungstaten, etwa in den Attacken auf OpenAI-Chef Sam Altman im April oder der Sabotage von Robotertaxis in Kalifornien. Er hat sich mittlerweile auf ein klares Ziel eingeschossen: auf die riesigen Rechenzentren, die für den Betrieb der KI-Modelle gebaut wurden oder in Planung sind.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





