
Kannibalismus ist schlecht für die Gesundheit
Auch Kochen tötet Krankheitserreger nicht Kannibalismus ist schlecht für die Gesundheit Was passiert, wenn Kannibalen Menschen essen, die ebenfalls bereits Menschen aßen? Laut Forschern steigt das Krankheitsrisiko dann...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Auch Kochen tötet Krankheitserreger nicht Kannibalismus ist schlecht für die Gesundheit Was passiert, wenn Kannibalen Menschen essen, die ebenfalls bereits Menschen aßen? Laut Forschern steigt das Krankheitsrisiko dann exponentiell. Was der eigentliche Grund dafür sei, dass Kannibalismus zum Tabu wurde.
44 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Menschliches Skelett aus Ausgrabungen (Symbolbild): Wenn Kannibalen andere Kannibalen essen, erhöht dies das Krankheitsrisiko Foto: DPA / LDA Halle/Saale aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Kannibalismus wurde in menschlichen Gesellschaften nicht aus instinktiver Abneigung zum Tabu – sondern weil er für die Bevölkerungsgruppen, die ihn praktizieren, schädlich ist. Das haben Forschende aus Polen und der Tschechischen Republik herausgefunden. Wenn Menschen andere Menschen verspeisen, führt das zu Krankheiten und Epidemien, was laut den Forschenden ganze Populationen zu Fall bringen kann.
»Wir haben den menschlichen Körper als potenzielle Nahrungsquelle betrachtet und dabei sowohl den Energiegewinn als auch die versteckten Kosten analysiert«, sagt Michał Misiak von der Universität Breslau in einer Mitteilung der Uni. Ergebnis: Biologisch gesehen bringe Kannibalismus schlicht keinen Nutzen. »Hinsichtlich der Kalorien entspricht ein Mensch in etwa einer durchschnittlichen Mahlzeit«, sagt Misiak.
Was Experten sagen
»Das Hauptproblem liegt jedoch woanders: beim Infektionsrisiko. Krankheitserreger haben es leichter, da sie in einen Organismus gelangen, dessen Physiologie nahezu identisch ist. « Die Studie erschien nun in der Fachzeitschrift »Proceedings of the National Academy of Sciences« (PNAS).
Bei wiederholtem Kannibalismus steigt Krankheitsrisiko exponentiellBislang diskutierten Forscher, ob Kannibalismus in Zeiten von Hungersnot primär eine Überlebensstrategie oder eine Praxis mit symbolischer und ritueller Bedeutung war, heißt es in der Mitteilung. Der Ansatz der aktuellen Studie sollte beide Aspekte vereinen und die Folgen von Kannibalismus in einem einzigen mathematischen Modell simulieren. Laut dem Modell steigt das Krankheitsrisiko exponentiell, wenn Kannibalen andere Menschen verzehren, die ebenfalls schon Menschen gegessen hatten.
Das Problem: Selbst Kochen beseitigt sogenannte Prionen – also fehlgefaltete Proteine – dann nicht. Diese können tödliche neurologische Erkrankungen verursachen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




