
Kaum konkrete Geschäfte: Xi lässt Trump auflaufen
Kaum konkrete Geschäfte : Xi lässt Trump auflaufen Von Gustav Theile, Shanghai 15.05.2026, 18:52Lesezeit: 4 Min. Abflug: Donald Trump verlässt China wieder.ReutersTrump erhält in China mehr Pomp als Merz oder Macron....
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kaum konkrete Geschäfte : Xi lässt Trump auflaufen Von Gustav Theile, Shanghai 15. 2026, 18:52Lesezeit: 4 Min. Abflug: Donald Trump verlässt China wieder.
ReutersTrump erhält in China mehr Pomp als Merz oder Macron. Aber die konkreten Vereinbarungen ähneln sich. Beim Irankrieg beißt er sich an Peking die Zähne aus.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als Donald Trump am frühen Freitagnachmittag wieder die Präsidentenmaschine Air Force One am Pekinger Hauptstadtflughafen betrat, hatte er viele Bilder, aber wenig Konkretes im Gepäck. Während ihm Chinas Präsident Xi Jinping in den knapp zwei Tagen ein Programm voller Pomp lieferte, ließ er seinen US-Kollegen in allem auflaufen, wo es um die Substanz ging. Die greifbarsten Vereinbarungen gab es in den Bereichen Luftfahrt, Landwirtschaft und Energie.
China wolle 200 Boeing-Flugzeuge, 450 Flugzeugmotoren von General Electric und Öl kaufen, sagte Trump. Weil das rund 300 Flugzeuge weniger waren, als zuvor spekuliert worden war, schickte Trump den Boeing-Aktienkurs um mehr als vier Prozent nach unten. Wie viel Öl China kaufen wolle, spezifizierte der Präsident nicht weiter.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte in Peking, China wolle in den kommenden drei Jahren jeweils Agrarprodukte im Wert von mehr als zehn Milliarden Dollar kaufen. China bestätigte keine der Vereinbarungen bis zum Redaktionsschluss. In jedem Fall dürfte es ein Bruchteil der Wirtschaftsvereinbarungen im Wert von 250 Milliarden Dollar sein, die beide Seiten während Trumps vorherigem Besuch in China im Jahr 2017 verkündet haben.
Was Experten sagen
Ähnliche Geschäfte wie für Macron und MerzStattdessen erzielte Trump nun ähnliche Vereinbarungen wie andere westliche Politiker in den vergangenen Monaten. Auch während der Besuche von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lagen die wichtigsten Abkommen in diesen drei Industrien. Peking hat an diesen selbst ein Interesse: In der Landwirtschaft und der Energie dienen die Abkommen der strategischen Sicherheit.
In der Luftfahrt ist China weiterhin von westlicher Technologie abhängig, der eigene Hersteller Comac ist nicht in der Lage, Airbus und Boeing Konkurrenz zu machen. Die Börsen reagierten zurückhaltend auf den Besuch und seine Ergebnisse. Der CSI 300, der die 300 wichtigsten Titel in Shanghai und Shenzhen bündelt, und der Hang-Seng-Index in Hongkong gaben von Donnerstagmorgen bis Freitagnachmittag jeweils rund 3,5 Prozent nach.
Auch anderswo in Asien, in Europa und den USA gaben die Märkte am Freitag nach. Der Ölpreis stieg, weil es keine Anzeichen gab, dass die beiden Supermächte eine Lösung für die Straße von Hormus gefunden hätten. Trump feierte den Besuch dennoch.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





